LesungenDas schwarze Brett 2Gottesdienste

Dekanatspastoralkonferenz fällt aus

Es ist zum Weinen – die schon einmal verschobene Dekanatspastoralkonferenz in Leer zum Thema „Digitalisierung“ findet nicht statt. Gab es innerhalb des Vorstands zunächst noch Hoffnung auf Durchführung, so hat die Absage der Referenten dem jetzt ein Ende gesetzt. Wahrscheinlich wird noch manche Verabredung der Coronapandemie zum Opfer fallen, solange jedenfalls, bis die Infektionszahlen, die zurzeit massiv ansteigen, wieder gut beherrschbar sind.

 

 

missio- Aktion steht bevor - auch in Coronazeiten

Wofür wir uns einsetzen

Weltweit verkündigen Christinnen und Christen im Auftrag Jesu das Evangelium. missio unterstützt die Christen und kirchlichen Einrichtungen, dass sie den christlichen Glauben bezeugen und christliche Hilfe leisten können. Zu dieser „Hilfe für die Helfer” gehört nicht nur die finanzielle Förderung durch Spenden », sondern auch die Auseinandersetzung mit Themen, die die Arbeit der Projektpartner in Afrika, Asien und Ozeanien beeinflussen. Wir setzen uns dafür ein,
. dass Menschen ihren Glauben in Freiheit leben und bezeugen können.
. dass Angehörige verschiedener Religionen in Frieden miteinander leben.
. dass sich Christinnen und Christen weltweit darüber austauschen, wie sie ihren Glauben verstehen 
  und weitergeben.

Wie wir helfen

In den ärmsten Länder der Welt liegen in Afrika, Asien und Ozeanien. Die Menschen dort ringen um ihre Zukunft. Mehr als in Europa prägt Religion ihren Alltag. Deshalb erreicht die Kirche diese Menschen am wirkungsvollsten durch pastoral-soziale Arbeit. Dafür brauchen engagierte Ordensschwestern und -brüder, Laien, Priester oder ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aber eine gute Ausbildung und verlässlichen Unterhalt. In Krisen sind sie auf Akuthilfe angewiesen. In diesen vier Bereichen unterstützen wir durch unsere Projektarbeit die Kirche in Afrika, Asien und Ozeanien. So wirkt auch dank Ihrer Spenden » katholische Hilfe als Arbeitsgemeinschaft von missio und lokalen Kirchen weltweit.
missio unterstützte 2019 Projekte in 68 Ländern der Welt. Wir konzentrieren unsere Projektarbeit auf die lokalen Kirchen, die dafür am wenigsten eigene Ressourcen haben

Wo wir helfen

missio fördert Hilfsprojekte und weltkirchliche Zusammenarbeit, Schwerpunkte unserer Projektarbeit sind dabei Afrika, der Nahe und Mittlere Osten, Asien und Ozeanien. Hier arbeiteten wir beispielsweise 2019 in 946 Projekten mit der jeweiligen katholischen Ortskirche in 68 Ländern zusammen. Dank Ihrer Spenden » konnte missio im Jahr 2019 mit rund 47,4 Millionen Euro dazu beitragen, die Lebensgrundlagen der Menschen zu sichern und zu verbessern. Mehr zur Wirkung der Hilfe erfahren Sie in unserem Jahresbericht ».
Wir stärken zudem durch unsere Projektarbeit die Fähigkeiten der Ortskirche in Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten, Asien und Ozeanien, ein qualifizierter Partner in der internationalen Entwicklungshilfe zu sein. Daneben unterstützen wir die weltkirchliche Arbeit in zwölf Ländern Europas und den Vereinigten Staaten, von der unsere Projektpartner in den südlichen Ländern der Erde profitieren. Schließlich sind wir durch Kooperationen noch mit Projekten in sieben Ländern Lateinamerikas präsent.

Fratelli tutti - eine Zusammenfassung der Botschaft von Papst Franziskus

Die neue Sozialenzyklika von Papst Franziskus ist veröffentlicht. Auf  gut 150 Seiten zeichnet er darin das Bild einer neuen solidarischen Gesellschaft, benennt die Ungerechtigkeiten, die es zu beseitigen gilt und macht Mut, wirklich große Schritte zu gehen. Wenngleich in manchen Teilen auch ein wenig zu ausführlich, wiederholend und manchmal blumig-appelativ, hat das Schreiben doch eine große Zustimmung in kirchlichen und auch außerkirchlichen Kreisen gefunden. Aber natürlich gibt es auch kritische Anmerkungen:

"Fratelli tutti" fehlt manch selbstkritischer Blick
Die Utopie, die Papst Franziskus in seiner neuen Enzyklika entwirft, sei dringender denn je, findet Pia Dyckmans. Doch was der Pontifex darin für die Gesellschaft fordert, dürfe er in der Kirche niemandem verweigern – besonders den Frauen.
Von Pia Dyckmans | Bonn - 06.10.2020

Papst Franziskus schreibt eine notwendige Sozial-Utopie. Die Enzyklika ist ein Befreiungsschlag des Papstes. Ein Weckruf. Ein Meilenstein, schreibt sogar ein Journalist. Grundsätzlich liest man einen Tag nach Veröffentlichung der Enzyklika "Fratelli tutti" viel Positives. Beinahe vergessen ist die Kritik über den nicht genderkonformen Titel, der aufgrund eines wörtlichen Zitats in seiner deutschen Übersetzung die 'Schwestern' zu vergessen scheint. Dass die Überschrift die "Schwestern" nicht einbezieht: geschenkt. Es ist schließlich ein Zitat, welches in anderen Sprachen durchaus genderkonform ist. Es kommt auf den Inhalt an und der lässt hoffen.
Papst Franziskus fordert eine neue Weltordnung, statt wirtschaftliche Interessen soll das Allgemeinwohl die Richtung weisen. Zum wiederholten Mal schärft er den Blick für die Leidenden in der Gesellschaft und, was mich besonders freut, er tritt sogar für die Frauenrechte in der Welt ein. An mehreren Stellen in der Enzyklika thematisiert er sehr deutlich die Ungleichheiten zwischen den beiden Geschlechtern. Er betont zurecht, dass "die Frauen genau die gleiche Würde und die gleichen Rechte haben wie die Männer". Er wird sogar noch deutlicher, wenn er schreibt, es sei inakzeptabel, "dass eine Person weniger Rechte hat, weil sie eine Frau ist".
Aber wie so oft, wenn es um das Thema der Geschlechtergerechtigkeit in der katholischen Kirche geht, es folgt ein "aber". So lobenswert sein Einsatz für die Rechte der Frauen ist, fällt ein wiederkehrendes Muster auf. Die Frau wird als das schwache Geschlecht dargestellt, indem lediglich ihre Verletzlichkeit, aber nicht auch ihre Stärken hervorgehoben werden. Auch in den beinahe 300 Fußnoten findet sich keine einzige Autorin. Zudem lässt mich ein Satz aufhorchen: "Mit Worten behauptet man bestimmte Dinge, aber die Entscheidungen und die Wirklichkeit schreien eine andere Botschaft heraus." Eine treffende Analyse, doch wo ist hier der selbstkritische Blick auf eigene Strukturen?
Ja, die Sozial-Enzyklika ist gut und notwendig. Sie schreibt eine Sozial-Utopie, die wir gerade im Angesicht der Corona-Pandemie dringender denn je benötigen. Doch lieber Papst Franziskus, was Sie für die Gesellschaft berechtigterweise fordern, dürfen Sie in den eigenen Reihen niemanden verwehren. Ist "Fratelli tutti" etwa auch ein Weckruf für die eigene Sache? Was für eine Kraft könnte ein solcher Text haben, wenn die Kirche selbst ein Vorbild wäre.

Von Pia Dyckmans, Presse- und Öffentlichkeitsreferentin der Jesuiten in Deutschland und Schweden, entnommen aus www.katholisch.de

 

Rückschlag für die Ökumene?

Ökumenisches Theologenpapier "Gemeinsam am Tisch des Herrn" von Rom zurückgewiesen

Der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, hat die deutschen Bischöfe nach dem Brief der Glaubenskongregation vor Alleingängen in der Abendmahlsfrage gewarnt. "Wenn die deutschen Bischöfe ein solches Schreiben der Glaubenskongregation weniger hoch bewerten würden als ein Dokument einer Ökumenischen Arbeitsgruppe, dann würde in der Hierarchie der Kriterien bei den Bischöfen etwas nicht mehr stimmen", sagte Koch in einem am Dienstag vorab veröffentlichten Gespräch mit der "Herder Korrespondenz" (Oktober-Ausgabe). Nach dieser Wortmeldung könnten die Bischöfe "nicht einfach zur Tagesordnung übergehen".
Das Schreiben der Glaubenskongregation sei eine "sehr ernste sachliche Auseinandersetzung" mit dem Text "Gemeinsam am Tisch des Herrn" des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen (ÖAK) in Deutschland, so Koch weiter. Es signalisiere "eindeutig", dass in dem Ökumene-Papier Fragen berührt seien, "die nicht einfach die Kirche in einem Land für sich entscheiden kann". Zudem stelle der Text ökumenisch strittige Fragen als gelöst oder zumindest nicht mehr kirchentrennend dar, was aber nicht zutreffe. Koch, der nach eigenen Angaben in die vatikanische Prüfung des ÖAK-Dokuments eingebunden war, habe den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Georg Bätzing, schon frühzeitig auf Defizite in dem Papier hingewiesen. "Es scheint ihn nicht überzeugt zu haben", so Koch.
Am Wochenende war eine theologisch begründete Absage des Vatikan an gegenseitige Eucharistie-/Abendmahls-Einladungen von Katholiken und Protestanten bekannt geworden. Die Unterschiede im Eucharistie- und Amtsverständnis seien "noch so gewichtig", dass sie eine Teilnahme katholischer und evangelischer Christen an der Feier der je anderen Konfession derzeit ausschlössen. Auch für eine "individuelle Gewissensentscheidung" gebe es keine Grundlage, heißt es in einem Schreiben der Glaubenskongregation an den DBK-Vorsitzenden Bätzing.Die oberste katholische Glaubensbehörde äußert damit ihre Einwände gegen das gemeinsame Votum des ÖAK zur wechselseitigen Teilnahme an Abendmahl und Eucharistie. Deren Text vom vergangenen September, den auch Bätzing mitverantwortete, sollte zur Überwindung einer langjährigen Blockade beitragen. Bätzing hatte unlängst angekündigt, dieses Modell werde auch beim Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) in Frankfurt im kommenden Jahr Anwendung finden.
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In der Diskussion über eine mögliche wechselseitige Teilnahme an Eucharistie/Abendmahl von Katholiken und Protestanten hat die katholische Theologin Dorothea Sattler auf Kritik des Vatikans reagiert. Sie vermisse Wertschätzung für das Anliegen und Anerkennung der theologischen Arbeit seitens des Vatikans, sagte Sattler dem Evangelischen Pressedienst (epd). Sattler ist die Mitautorin des ökumenischen Votums zur Teilnahme an der Eucharistie bzw. am Abendmahl der jeweils anderen Konfession, das im September vergangenen Jahres veröffentlicht wurde....Gleichzeitig sei sie dankbar für die "große Rezeption" des Papiers "Gemeinsam am Tisch des Herrn", sagte Sattler: "Darin liegt die Chance, dass wir unsere theologischen Argumente erneut vortragen können." Die deutschen Bischöfe wollen sich während ihrer Herbstvollversammlung, die bis Donnerstag in Fulda stattfindet, mit der Stellungnahme des Vatikans befassen...
Sattler sagte, immer wenn im ökumenischen Dialog die Handlungsebene betreten werde, schreckten viele dann doch zurück. Seit vielen Jahrzehnten gebe es theologische Arbeiten zum Ämter- und Sakramentenverständnis. "Wir können nicht jedes Mal wieder von vorne beginnen, es liegen bereits so viele Studien vor, die keine Anerkennung finden", sagte die Münsteraner Professorin. "Wir sind gewiss bereit, unser Papier theologisch zu prüfen und weiterzuentwickeln, aber nur dann, wenn wenigstens die Perspektive besteht, dass sich dann auch in der Praxis etwas ändert."
Sattler wies Kritik der Glaubenskongregation zurück, das Votum trenne Christus von der Kirche. Richtig sei, dass das Papier zwischen Jesus Christus, der zum Mahl einlade, und der Kirche unterscheide. Der Vorwurf der Trennung sei aber unzutreffend. Die eigentliche theologische Begründung des Votums werde in der Stellungnahme des Vatikans nicht besprochen, sagte Sattler. Autoritäten aller Kirchen hätten zu achten, dass Jesus Christus selbst in der Kraft des Geistes Gottes seine Gegenwart einer Gemeinschaft verheißen habe, die sich zum Gedächtnis seines Todes und seiner Auferstehung versammelt: "Jesus Christus setzt sich selbst wirksam präsent, wo er es möchte - darauf vertrauen wir in der Ökumene gemeinsam und suchen seine Nähe."

 

Handys, Goldhandy - und eine gute Idee

Auch in diesem Jahr ruft missio dazu auf, alte Handys nicht liegen zu lassen, sondern abzugeben und damit für das Projekt "Schutzengel", aber eben auch für die Nachhaltigkeit etwas zu tun. Im Dekanat haben wir bereits vor zwei Jahren zentral gesammelt - jetzt könnte das doch auch eine Aktion für die einzelen Gemeinden sein?

Jeder von uns hat zwei bis drei ausgemusterte Handys zu Hause liegen, sagen die Statistiken: In Schubladen, im Keller, auf dem Speicher, in der Krimskramskiste oder wo auch immer. 200 Millionen alte Smartphones haben die Deutschen nach Informationen des Digitalverbands Bitkom angehäuft. Und wer hat all diese Handys, in denen sich wertvolle Mineralien befinden, wo versteckt?
missio will das mit der Schubladen-Challenge herausfinden und dazu motivieren, Freunde und Familie auf das Thema aufmerksam zu machen. Denn es ist an der Zeit, diesen Elektroschrott zu entsorgen. Um die darin enthaltenen Bodenschätze zu gewinnen, mussten Millionen Tonnen von Erz abgebaut werden. Das geht mit Recycling einfacher und umweltfreundlicher. Wer missio sein altes Handy spendet, entsorgt diesen Elektroschrott verantwortungsbewusst und ermöglicht fachgerechtes Recycling. Dabei werden die Daten der Althandys komplett gelöscht. Das garantieren die Recycling-Partner von Mobile-Box. missio erhält von Mobile-Box einen Anteil des Recyclingerlöses für Hilfsprojekte im Kongo. missio wettet, dass Freunde und Verwandten noch viele aussortierte Handys ausfindig machen und für den guten Zweck spenden. Top, die Wette gilt!
Vom 07. Bis zum 15. November 2020 ruft missio zudem zur „Woche der Goldhandys“ auf. In diesem Aktionszeitraum werden an mehreren hundert Standorten bundesweit mit vielen Kooperationspartnern Handys gesammelt. Mit dieser Aktionswoche ruft missio seit 2017 zum vierten Mal die Woche der Goldhandys aus. Seitdem wurden über 150.000 alte Mobiltelefone gespendet. Unter allen Teilnehmern der Handyspenden-Aktion verlost missio als Hauptpreis ein fair produziertes Smartphone, als zweiten Preis ein aufbereitetes Smartphone von „Futurephones-Shop“.
Weitere Infos finden sich online unter www.missio-hilft.de/handyspende.

Auf dem synodalen Weg  - Regionalkonferenzen haben stattgefunden

Dr. Martina Kreidler Kos berichtet in ihrem Bistumsblog von der letzten Regionalkonferenz in Dortmund

„Fünf Orte – ein Weg“ – Ich bin am vergangenen Freitag bei der Regionalkonferenzen des Synodalen Weges in Dortmund mit dabei gewesen, gemeinsam mit den Delegierten aus Osnabrück: Weihbischof Johannes Wübbe, Katharina Abeln, Propst Stecker und Ansgar Maul. Unser Bischof hat in Ludwigshafen das Präsidium vertreten und Daniela Engelhard in Berlin fürs Frauenforum gesprochen.Eine meiner Schwestern hat den Bericht am Abend in der Tagesschau gesehen und fragt am Telefon neugierig nach: „Hey, was habt ihr denn jetzt zum Frauenthema entschieden?“ Ich seufze. Wieder mal ist es in der Kirche komplizierter. Ich erkläre: Dass noch nichts entschieden werden sollte, weil das erst wieder geht, wenn die gesamte Synodalversammlung an einem Ort tagen kann, dass wir außer über das Frauenthema auch über die Sexualmoral debattiert haben, dass dies erst Arbeitspapiere gewesen sind und für das Frauenthema nur ein Teilstück der gesamten Arbeit zur Diskussion stand, dass es eine überragende Mehrheit für Veränderungen gegeben habe – zumindest bei all jenen, die sich zu Wort gemeldet haben …
Geduldig hört sie mir zu. Dann fragt sie vorsichtig: „Sag mal, ist es diesen ganzen Einsatz wert?“ Damit trifft sie mitten ins Herz. Wieviel Lebenszeit und Arbeitsenergie steckt in den Papieren, die die Berater*innen vorlegen, für unser Forum „Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ kann ich ein Lied davon singen! „Darauf gibt‘s eine schnelle und eine ausführliche Antwort“, sage ich. „Ich will beide hören“, sagt sie tapfer. „Die schnelle: Ja! Es ist diesen ganzen Einsatz wert, weil viele gute Leute derzeit das Beste für die Kirche wollen.“ „Und die ausführliche?“, fragt sie. „Nochmal: Ja, aber es ist harte Arbeit! Weil mit den vielen guten Leuten eben völlig verschiedene Hoffnungen, Energien, Ansichten, Lebensgeschichten und Glaubenserfahrungen zusammenkommen. In Dortmund war spürbar: Hier gibt es viel Kritik, und zwar an der derzeitigen Behäbigkeit der katholischen Kirche. Schärfer sollen wir formulieren, klarer, weitsichtiger, zukunftsfähiger. Es gibt ein großes Drängen auf Veränderungen hin. Mehr als einmal habe ich gedacht, wenn es nur so einfach wäre!“ „Aber vielleicht ist es auch einfach“, meint meine Schwester nachdenklich. „Wenn ihr doch alle wollt, dass sich was dreht?!“
Eigentlich hat sie recht, zumindest, wenn man das Votum dieser Regionalversammlung ernst nimmt. Man könnte sagen, hier stecken ganz viele Menschen Lebenszeit und Arbeitsenergie in eine Veränderung der Kirche, weil sie sie ihnen wichtig ist. Weil sie vom Evangelium beseelt sind. Weil die Kirche ihre Heimat ist und sie diese Heimat vielen anderen wünschen. Zu Beginn zitierte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, eine U 30-Delegierte: „In unserer Kritik steckt ganz viel Liebe.“ Beides war in Dortmund spürbar.

Über die Autorin
Martina Kreidler-Kos ist zuständig für die Ehe- und Familienseelsorge. Natürlich liegen ihr diese Themen besonders am Herzen – aber nicht nur. Sie hat im Alltag ein wachsames Auge. Denn dort trifft sie auf große Dinge oder nur scheinbar kleine Nebensächlichkeiten.

Terminänderungen im Dekanat

Corona ist verantwortlich dafür, dass seit März keine Konferenzen der hauptamtlichen MitarbeiterInnen des Dekanats mehr stattfinden konnten. Wichtige Themen mussten verschoben oder gar ganz abgesagt werden. Das betrifft auch die für November geplante Klausurtagung in Osnabrück, die zum Thema "Reform- eine andere Kirche  denken" mit Prof. Seewald aus Münster stattfinden sollte. Was bleibt sind die folgenden Treffen, die aber unter anderen Bedingungen als gewohnt stattfinden müssen - vom Raum her in den Kirchen, um den Abstand zu wahren, und ohne die sonst hervorragende Gastfreundlichkeit der Gemeinden, in denen dies stattfindet, genießen zu können. Gesetzt sind folgende Termine:
- 17. September in Emden um das Thema Nachhaltigkeit, Klimawandel, persönliche und kirchliche Möglichkeiten zu einer Bewußtseins- und Praxisveränderung
- 2. Oktober -zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft der Pfarrgemeinderäte in Leer zum Thema "Der
  synodale Weg" - eine Standortbestimmung"
- 27. Oktober in Leer zum Thema "Philosophie der Digitalisierung" 
- am 17. November in Leer Gespräch mit Vertretern des Personalreferats über die pastorale und perso-
  nelle Situation des Dekanats Ostfrieslands und die Zielbestimmungen und Möglichkeiten für die Zukunft
- am 9. Dezember das Konveniat der Priester und Diakone.
Genaueres und eventuell noch notwendige Veränderungen oder Verschiebungen erfolgen über die konkreten Einladungen.

Wenn die Natur malt...
Die Natur liefert die schönsten Bilder: sie zeigen die Wirklichkeit und sind manchmal zusätzlich so assoziativ wie dieses Wolkenbild, das Heike Langer aus Esens aufgenommen hat und den nachfolgenden Liedtext einleitet: 

                          Gott hat mir längst einen Engel gesandt,
                               mich durch das Leben zu führen.
                    Und dieser Engel hält meine Hand,wo ich auch bin,
                                          kann ich's spüren.
                               Mein Engel bringt in Dunkelheit mir Licht.
                               Mein Engel sagt mir: Fürchte dich nicht!
                                      Du bist bei Gott aufgehoben.

Text: Eugen Eckert in: Gotteslob 907

Freiwilligendienst im Ausland 2021

Wer im Jahr 2021 als Freiwilliger mit dem Bistum Osnabrück ins Ausland gehen will, muss sich bald bewerben. Das sogenannte Schnupperwochenende ist für September 2020 geplant.
Ein bisschen Abenteuerlust und viel Verantwortungsgefühl gehören dazu, wenn ein junger Mensch im Ausland auf einer Freiwilligenstelle arbeitet. In den Projekten vor Ort werden die jungen Frauen und Männer wichtiger Teil eines Teams; sie arbeiten in Suppenküchen oder Kindergärten und müssen sich auf eine neue Sprache und fremde Kultur einstellen. Manchmal sind die hygienischen Bedingungen nicht optimal, in manchen Ländern erkranken die Freiwilligen an Malaria.
Die Freiwilligen müssen auch bereit sein, das religiöse Leben der Gastgeber zu teilen. Oft wohnen sie im Projekt bei Ordensschwestern oder -brüdern oder in einem Haus der Pfarrei. Sie erleben eine andere Frömmigkeit, als sie sie von zu Hause gewohnt sind. Die Messe besuchen, den Rosenkranz beten – das ist in vielen Ländern selbstverständlich. Wer das als Freiwilliger nicht will, ist nicht am richtigen Platz. Darauf weist die Informationsbroschüre des Bistums Osnabrück über Freiwilligendienste im Ausland hin.
Auch in diesem Jahr wird es im Bistum Osnabrück ab Herbst 2020 einen Auswahlprozess für einen Freiwilligendienst geben; Start des Dienstes wäre Mitte 2021, sofern die Pandemie-Lage es zulässt. Vielleicht gibt es im kommenden Jahr schon einen Impfstoff gegen das Coronavirus, vielleicht wird die davon verursachte Lungenkrankheit Covid-19 dann mit wirksamen Medikamenten behandelt.
Weitere Infos
Hier gelangen Sie auf die Internetseite „Alltagshelden gesucht“. Dort gibt es weitere Informationen, sowohl zum Freiwilligendienst im Ausland, als auch zu den anderen Möglichkeiten für einen Freiwilligendienst. Kontakt: Bistum Osnabrück, Freiwillige Dienste im Ausland, Telefon 05 41/31 82 18, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Auf jeden Fall soll das Auswahlverfahren starten, damit die Stellen 2021 besetzt werden können. „Wir gehen davon aus, dass wir nächstes Jahr eine normale Ausreise hinbekommen“, sagt Regina Wildgruber, Bischöfliche Beauftragte für die Weltkirche und Mitglied des Betreuerteams für „Freiwillige Dienste im Ausland“. Damit die Jugendlichen, die sich für solch ein Jahr im Ausland interessieren, gut informiert sind, gibt es zunächst ein Schnupperwochenende für alle Interessierten. Es findet statt von Freitag, 18. September, 17 Uhr, bis Samstagabend, 19. September. Die Teilnahme daran ist Voraussetzung für eine anschließende schriftliche Bewerbung.
Wer einen Platz erhält, entscheidet sich nach dem Auswahlwochenende, das vom 13. November bis zum 15. November im Haus Maria Frieden in Rulle geplant ist. Zu bedenken ist, dass man sich um einen Platz im FDA-Programm bewirbt und nicht um eine konkrete Wunschstelle. Wer eigentlich nach Uganda wollte, könnte auch in Russland landen. Das FDA-Team versucht, die Bewerber anhand ihrer Qualifikationen auf die Stellen zu verteilen.
Diejenigen, die eine Zusage für eine Stelle im Freiwilligenprogramm erhalten, durchlaufen noch weitere Schulungen, in denen es um ihre Motivation und ihre Stärken, um Gesundheitsfragen und einen möglichen Kulturschock geht.
Insgesamt stehen im Ausreisejahr 2021 Einsatzstellen in folgenden Ländern zur Verfügung: Botswana, Chile, Ghana, Indien, Israel, Paraguay, Peru, Russland, Uganda. Die Bewerber werden über das Bistum kranken- und unfallversichert. Sie sollten bei der Ausreise zwischen 18 und 28 Jahre alt sein, sie müssen körperlich und seelisch gesund sein und sollten die Bereitschaft mitbringen, ein einfaches Leben zu führen.

Manchmal stößt man auf Texte, die muss man sofort weitergeben. Der nachfolgende ist von Andrea Schwarz, Schriftstellerin und pastorale Mitarbeiterin in unserem Bistum. Gerade erst hat sie über die Kath. Erwachsenenbildung Vorträge in unserer Region gehalten und sich der Diskussion gestellt. Heute - veröffentlich im Bistumsblog- stellt sie die Forderung auf, die Corona-Entschleunigungen und -ausfälle hinter sich zu lassen und auf Sicht und mit Verantwortung wieder loszulegen in Pastoral und sonstigem kirchlichen Geschehen.Wer jetzt nicht loslegt, wird nächstes Jahr vielleicht niemanden mehr vor sich finden, mit dem er/sie dann etwas fortsetzen kann. Also: Mut! 

Auf Sicht fahren – aber fahren!

Irgendwie fiel mir die Tage eine kleine Episode ein, die ich vor einigen Jahren auf der Fähre nach Juist erlebt habe. Wir wollten uns damals im Dezember noch ein paar Tage adventliche Auszeit gönnen – und wenn man schon das Privileg hat, so nah an den Inseln zu wohnen, warum die Chance nicht nutzen und einfach hinfahren?
Als die Fähre in Norddeich ablegte, lag eine richtig dicke Nebelsuppe über der See – und so machten wir es uns unter Deck bei einem Kaffee gemütlich. Schließlich meldete sich der Kapitän per Lautsprecher zu Wort: „Wir müssten gleich im Juister Hafen anlegen. Wir sehen ihn zwar noch nicht, aber nach unseren Instrumenten müsste er da sein.“ Wir beide sahen uns an und mussten lachen.
Warum mir mitten im Juli diese Dezember-Nebel-Geschichte von Juist einfällt?
Im Moment fahren wir aufgrund von Corona auch ein bisschen im Nebel umher. Man kann nicht so arg weit gucken und muss deshalb besonders aufpassen. Leider gibt es keine Instrumente, die uns und unseren Kapitänen den Weg durch den Corona-Nebel zeigen. Und dazu kommt, dass wir die Gewässer, durch die wir grad steuern, nicht kennen. Deshalb müssen wir langsam machen und „auf Sicht fahren“, um rasch gegensteuern zu können, wenn plötzlich etwas Unerwartetes passiert.
Ja, es war richtig, in den letzten Monaten alle unnötigen Fahrten einzuschränken, um mit der akuten Situation klar zu kommen. Aber Bischof Bode hat zu Recht darauf hingewiesen, dass wir jetzt aus der akuten in eine „chronische Phase“ von Corona kommen. Und deshalb müssen wir lernen, irgendwie mit dem Virus zu leben.
Das heißt aber auch, so langsam mal wieder ins Planen zu kommen, Perspektiven zu entwickeln, Ideen zu spinnen. Nicht nur Notstandsverwaltung zu machen, sondern kreativ das Herbst- und Frühjahrsprogramm anzugehen, natürlich unter Einhaltung aller Hygienekonzepte und Wahrung aller Abstandsregeln. Und unter allem Vorbehalt, wie die aktuelle Situation sich weiter entwickelt. Es geht eigentlich darum, so eine Art „Programm trotz Corona“ zu machen, Veranstaltungen zu planen, Referent*innen anzufragen, das Pfarrheim zu belegen. Endlich mal wieder „in die Pötte“ zu kommen …
Ja, es kann sein, dass die aktuelle Situation uns dann dazu zwingt, das eine oder andere wieder abzusagen. Aber das haben wir in den vergangenen Monaten gut gelernt, das können wir inzwischen. Und jede*r hat Verständnis dafür – Teilnehmer*innen, Referent*innen, Veranstalter.
Planen müssen wir grad erst wieder neu lernen.
Aber wenn wir jetzt nicht voraus schauen und damit keine Veranstaltungen im Terminkalender stehen haben, dann wird im nächsten Jahr auch nichts laufen.
Wir werden wohl noch einige Zeit „auf Sicht fahren“ müssen. Das ist nicht schön, und wir mögen es nicht. Aber wie heißt es auf einer dieser netten Spruchkarten? „Wir sind hier nicht bei „wünsch dir was“, sondern bei „so isses“.
Vielleicht es einfach probieren – nicht wild drauf los, sondern verantwortet, überlegt. Schritt für Schritt. Auf Sicht fahren. Und absagen können wir auch nur das, was wenigstens schon mal geplant war.
Aber auf jeden Fall nicht im Hafen liegenbleiben und vor sich hin dümpeln …

Das "Schwarze Brett"  - eine Anregung aus der Ag der Pfarrgemeinderäte

Im Juni trafen sich die MItglieder der Ag der PGR nach langen Monaten wieder. Neben vielen Themen und Berichten kam ein Vorschlag, der hier jetzt umgesetzt wird: Das "schwarze Brett" - in analoger Form eine weit verbreitete Aushangmöglichkeit in Geschäften und Fluren - hier nun digital als Forum, um Gedanken, Ideen, Themen aus der Gemeindearbeit miteinander zu teilen. Es geschieht immer wieder, dass an einem Ort eine Idee entwickelt und realisiert wird, die auch für andere ein Anstoß sein könnte, die aber nicht weitertransportiert wird, oder erst mit großer Verzögerung. So gab es beim Treffen der Ag z.B. Pläne und Erfahrungen, wie Erstkommunionfeiern in Coronazeiten doch stattfinden können, die bei anderen auf großes Interesse stießen. Es gab zu hören von Wegen, wie man Neuzugezogene in Kontakt mit der Kirchengemeinde bringen kann, welche Aktionen gut waren usw. Das miteinander zeitnah zu teilen und dann eigene Erfahrungen zu machen, ist der Sinn dieses Ausstausches auf den "schwarzen Brett". Machen Sie davon reichen Gebrauch! Gerade in der Diaspora ist dieses wichtig, denn "keiner/keine glaubt für sich allein".
Rufen Sie die Seite durch den Button in der Leiste oben auf, tragen Sie ein, was Sie mitteilen möchten. Um Missbrauch - zum Beispiel durch Hass- oder Fakebeiträge, die von außen her technisch möglich sind, zu vermeiden, werden die Beiträge erst gesichtet und dann freigeschaltet. Das soll aber nicht davon abhalten, dass diese Kommunikationsmöglichkeit sich zu einem wirklichen Forum unseres Dekanats entwickelt!

"Dein Herz lebe auf!" - Bibelauslegungen der deutschen Bischöfe als Buch

"Dein Herz lebe auf!" So heißt ein neues Buch, in dem 23 deutsche Bischöfe in der Corona-Pandemie tröstende Bibelstellen auslegen. Nach Auffassung des Initiators und Herausgebers, des Osnabrückers Bischof Franz-Josef Bode, bietet die Bibel bietet während Corona die besten Punkte zum Festhalten und Getröstet-werden. Bode verweist auf die oft nicht wahrgenommene große Rolle der Kirche während Corona und erklärt, wie das Projekt zustande kam und warum nicht alle Oberhirten sich an dem Buch beteiligt haben. Hoffnung und Trost in der Corona-Krise zu vermitteln -das war die Motivation eines Großteils der deutschen Bischöfe zu diesem Buch, in dem Bibelstellen ausgelegt werden. Dazu sei gerade jetzt die richtige Zeit.
Das Buch:Franz-Josef Bode (Hrsg.): Dein Herz lebe auf! Tröstende Bibeltexte erschlossen für schwere Zeiten. Stuttgart: Katholische Bibelanstalt, 256 Seiten, 18,95 Euro.

Kirchenstatistik zeigt wachsende Entfremdung von kirchlicher Tradition

Einen signifikanten Anstieg der Kirchenaustrittszahlen hat das Bistum Osnabrück für das vergangene Jahr zu verzeichnen: Insgesamt traten rund 5.200 Katholiken aus der Kirche aus, das sind 1.600 mehr im Vergleich zum Vorjahr. Wie aus der jetzt vorgelegten Bistumsstatistik 2019 hervorgeht, zählt das Bistum rund 547.000 Katholiken, 6.000 weniger als im Vorjahr. Knapp zehn Prozent der Katholiken besuchen die Sonntagsgottesdienste.

Vergleichsweise wenige Veränderungen gegenüber dem Vorjahr gibt es bei der Zahl der Taufen (4.196) und der Erstkommunionen (4.330), die sich jeweils um gut 140 gegenüber 2018 verringert haben. Rückläufig ist mit 914 auch die Zahl der kirchlichen Trauungen, die im Jahr davor noch bei 983 lag. Nur wenig geändert hat sich in den vergangenen Jahren die Zahl der kirchlichen Bestattungen: Sie liegt seit über 20 Jahren bei mehr oder weniger 5.000 (2019: 4.979).

Der sprunghafte Anstieg der Kirchenaustrittszahlen ist nach den Worten von Generalvikar Theo Paul eine „sehr schmerzliche Entwicklung“. Viele Menschen seien vor allem durch den Missbrauchsskandal tief erschüttert. Es seien auf allen Ebenen vertrauensbildende Initiativen und Anstrengungen notwendig, um Glaubwürdigkeit wiederzuerlangen. Offenheit, Transparenz und Reformwille sind dabei laut Paul unerlässliche Faktoren für die Zukunftsfähigkeit der Kirche. Insbesondere für die Amts- und Funktionsträger bedeute das eine entscheidende Herausforderung.

Bild: Martina Gahbauer in pfarrbriefservice.de   Text Pressestelle des Bistums

Kfd: Frauen sind für Kirche "systemrelevant"

Seit einem Jahr geistert ein purpurnes Kreuz durch die sozialen Netzwerke – Symbol für die Forderung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, auch Frauen zu Priestern zu weihen. Durch Corona fühlt sich der Verband darin noch weiter gestärkt.

Düsseldorf - 15.06.2020
Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) sieht Frauen für die Kirche als "systemrelevant". Gerade in der Corona-Krise habe sich gezeigt, dass Frauen das kirchliche Leben nicht nur "prägen, sondern entscheidend mittragen", sagte die kfd-Bundesvorsitzende Mechthild Heil am Montag in Düsseldorf. Deswegen bekräftigt der Frauenverband auch in der Pandemie weiterhin seine Forderung, Frauen zu Diakoninnen oder Priesterinnen zu weihen. "Wir Frauen wollen der Kirche nicht nur dienen, sondern auch Verantwortung und Macht übernehmen", so Heil. Dazu setze der Verband große Hoffnungen auf den "Synodalen Weg", dem aktuellen Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland.
Als Beispiel für das Engagement von Frauen in der Corona-Krise nannte Heil die Einladung zu virtuellen Gebetsketten sowie die Aufzeichnung von Videogottesdiensten. Zum Tag der Apostelin Junia Mitte Mai hätten zudem zwölf Geistliche Leiterinnen und Begleiterinnen der kfd zum ersten bundesweiten Predigerinnentag des Frauenverbands Predigten gehalten – einige davon sogar in einer Eucharistiefeier.
Heil äußerte sich aus Anlass der Verabschiedung des kfd-Positionspapiers "gleich und gleichberechtigt" vor einem Jahr. Darin wird erstmals der Zugang von Frauen zu allen Diensten und Ämtern in der katholischen Kirche gefordert, also auch zum Priesteramt. Als Symbol dafür führte die kfd damals ein purpurfarbenes Kreuz ein. Es erinnert an Lydia, die erste europäische Christin. Sie war eine selbstbewusste Frau und Purpurhändlerin, die Farbe zu ihren Lebzeiten ein kostbares Statussymbol. "Wir knüpfen damit an die Würde an, für die diese Farbe bei hohen Amtsträgern in der katholischen Kirche steht, und wollen ausdrücken: Wir haben von Gott dieselbe Würde verliehen bekommen, da steht es keinem Menschen zu, uns Berufungen und Eignungen abzusprechen, nur, weil wir Frauen sind", so Heil. Das purpurfarbene Kreuz findet nach Angaben der kfd-Vorsitzenden inzwischen immer weitere Verbreitung. So sei es etwa in den sozialen Medien in vielen Beiträgen zu finden. Bei einer Unterschriftensammlung sprachen sich zudem rund 130.000 Unterzeichner für eine geschlechtergerechte Kirche aus. (gho)  (Bild und Artikel aus www.katholisch.de)

Mensch ist Mensch

Videoaktion der Katholischen Jugend Ostfriesland

Überall gibt es aufflammenden Proterst gegen Rassismus, auch gegen den, der als solcher gar nicht wahrgenommen wird und sich hinter angeblich normalem Verhalten versteckt. Das geht es nicht nur um ein profiling bei polizeilichen Kontrollen, das sich vor allem von äußerlichen Merkmalen wie dunklerer Haut und Haarfarbe leiten lässt, es geht auch um unbedachte Äußerungen und Situationen, in denen Menschen, die etwas anders sind, immer erklären müssen. Die katholische Jugend Ostfriesland startet deshalb ihr klassisches "Gebet der Jugend" am nächsten Sonntag mit einer besonderen Aktion: Per Video werden Jugendliche - und vielleicht auch Ältere- aus dem ganzen Dekanat ein Licht anzünden gegen Rassismus. Es soll eine virtuelle Lichterkette entstehen, in der sich möglichst viele verbinden und dafür streiten, dass "Mensch Mensch ist" . Auf den sozialen Medien wie Instagramm etc. ist diese Aktion dann zu sehen. Eine super Idee in Corona-Zeiten!

Große Personalveränderungen in Osnabrück



Daniela Engelhard (55), seit 2002 Leiterin des Bischöflichen Seelsorgeamtes in Osnabrück, wechselt zum Februar nächsten Jahres in die Leitung des Osnabrücker „Forums am Dom“. Das Informations- und Begegnungszentrum des Bistums mit zahlreichen Serviceangeboten veranstaltet u.a. Ausstellungen, Dialogforen und Podiumsdiskussionen. Dessen bisheriger Leiter, Pastoralreferent Martin Bruns (60), wechselt ab November zum „AtriumKirche“, einer vergleichbaren Einrichtung im Bremer Schnoorviertel. Bruns war bereits von 2002 bis 2006 mit dem Aufbau einer City-Seelsorge in Bremen beauftragt. Die Leitung des Osnabrücker Seelsorgeamtes übernehmen in der Nachfolge von Engelhard ab Dezember Martina Kreidler-Kos und Bruno Krenzel (Bilder siehe unten).



Daniela Engelhard war 2002 als Seelsorgeamtsleiterin unter den deutschen Bistümern eine der ersten Frauen in einer Führungsposition. Die promovierte Theologin ist seit 2007 auch als Beraterin verschiedener Kommissionen der Deutschen Bischofskonferenz und aktuell des Synodalen Weges tätig. Ihre Nachfolgerin, die Theologin Dr. Martina Kreidler-Kos (52), ist zurzeit Leiterin des Fachbereichs „Lebenswelten“ und Referentin für die Familienseelsorge im Bistum. Sie ist zudem als Beraterin der Frauenkommission der Deutschen Bischofskonferenz und des Synodalen Weges tätig. Die Leitung des Seelsorgeamtes wird sie zusammen mit dem Theologen Bruno Krenzel (51) übernehmen, der dort zurzeit stellvertretender Leiter ist, den Fachbereich „Glaubensräume“ leitet und für die Geschäftsführung zuständig ist. Das Seelsorgeamt ist mit rund 60 Beschäftigten die größte Abteilung im Bischöflichen Generalvikariat. Das Seelsorgeamt unterstützt beispielsweise die seelsorgliche Arbeit in den Kirchengemeinden, Einrichtungen und im Jugendbereich durch Aus- und Fortbildung sowie Beratung.                     Bilder und Text: Herrmann Haarmann, Pressestelle des Bistums

 

Gemeindehäuser, Pfarrbüros etc. dürfen wieder geöffnet werden

Unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln können entsprechend der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in den Pfarrheimen gemeindeeigene Veranstaltungen wieder stattfinden. Es gilt weiter ein Zutrittsverbot für Menschen mit akuten Atemwegserkrankungen und/oder grippeähnlichen Symptomen sowie an Covid19 erkrankten Personen bzw. Personen, die Symptome einer Covid19-Erkrankrung aufweisen. Eine Nutzung der Pfarrheime durch Dritte (z. B. Kindertagesstätten, andere selbstständige Einrichtungen, sonstige nicht kirchliche Vereine/Verbände) ist möglich, soweit die landesrechtlichen Rahmenbedingungen dieses zulassen und die Hygienekonzepte eingehalten werden. Nähere Einzelheiten hierzu, zur zwingenden Vereinbarung eines Hygienekonzepts und auch zur Öffnung der Pfarrbüros finden Sie vor Ort.

Pfingstzeltlager @home - real und virtuell zugleich

Corona hat auch das beliebte und bereits seit vielen Jahren stattfindende Pfingstzeltlager der Kath. Jugend Ostfriesland (KJO) aus dem Tritt gebracht.
Aber es ist nicht ganz ausgefallen, sondern ist „@home“ organisiert worden. Sebastian (8 Jahre) und Tobias (10) Jahre) aus Emden scheint das durchaus zu gefallen. Nachfolgend der Bericht der KJO über einen neuen Weg und neue Erfahrungen in besonderen Zeiten:

Zeltlager@home>

Aurich. Das Pfingstzeltlager der katholischen Jugend Ostfriesland (KJO) hat dieses Jahr stattgefunden. Aber nicht so wie man es üblicherweise kennt. Dieses Jahr hieß es online, statt real life – Zelten im eignen Garten.
Das Zeltlager der katholischen Jugend Ostfriesland hat dieses Jahr online stattgefunden. Die 30 Teilnehmer*innen und 17 Teamer*innen haben sich nicht von der Corona-Pandemie unterkriegen lassen und das Lager nicht abgesagt. Stattdessen haben sie ein Zeltlager@home ins Leben gerufen. Ihre Zelte haben die Teilnehmenden anstatt auf dem geplanten Zeltplatz in Werpeloh im Emsland, im heimischen Garten aufgestellt. Zuvor haben die Teamer des Zeltlagers für jeden teilnehmenden Haushalt Materialkisten zusammengestellt und diese mithilfe des KJO-Taxiservice vor die Haustüren der Kinder gestellt. Der Rest verlief online.
Am Freitag vor Pfingsten schalteten sich die Teilnehmer*innen und Teamer*innen in die erste Videokonferenz. Feierlich ist dann das KJO-Banner gehisst worden, genau wie im echten Lager, nur dass eben jeder bei sich zu Hause war. Am Abend ist sogar ein Lagerfeuer gezündet worden, das konnten die Kinder dann anschließend im Live-Stream auf Instagram verfolgen. Und natürlich durften Spiele wie der Montagsmaler und das Gesellschaftsspiel Werwolf auch nicht fehlen – denn die funktionieren online genauso gut. Anstatt actionreichen Nächten und Gesprächen mit den Freunden, die bis zum Morgengrauen anhalten, gab es bei dem diesjährigen Zeltlager ruhige und entspannte Nächte im heimischen Garten.
Für die nächsten Tage hatten sich die Teamer*innen im Vorhinein einiges einfallen lassen. Nach der ersten Nacht fand für die Kinder eine Rallye@home stattgefunden. Dabei mussten sie zum Beispiel alle Klopapierrollen im Haus zählen, ein Glas Wasser auf Schnelligkeit trinken oder Tauziehen gegen ein Familienmitglied spielen. Wie auch während der restlichen Zeltlager@home-Zeit, durften die Kinder bei den Challenges stets selbst entscheiden, ob sie ihre Webcam an oder aus lassen wollten.
Neben einer Rallye durften zahlreiche Workshops natürlich auch nicht fehlen. Alle Materialien, um sich zum Beispiel ein Portemonnaie aus Tetrapaks zu basteln oder Cappies zu bemalen, haben die Kinder in den vorgepackten Materialkisten gefunden. Wie jedes Jahr wurden außerdem Freundschaftsbänder geknüpft und eine selbst gemachte Kopfbedeckung aus Papier gebastelt. Die Anleitungen zu den jeweiligen Workshops lagen in den Kisten. Außerdem haben die Teamer einige Tage vorher die Bastelanleitung vorgefilmt und sie auf YouTube hochgeladen. Da konnten sich die Kinder beispielsweise anschauen, wie eine künstliche Fackel gebaut wird und es mit dem vorhandenen Material nachmachen.
Am Pfingstsonntag schaltete sich dann auch Dekanatsjugendseelsorger Carl B. Hack in der Videokonferenz zu. Während er mit Dekanatsjugendreferent Dennis Pahl im Jugendbüro der katholischen Jugend Ostfriesland in Aurich gesessen hat, hielt er für alle Teilnehmenden einen Gottesdienst ab. Dabei durfte das gemeinsame Singen natürlich auch nicht fehlen. Während einer der Teamer die Melodie zum Klassiker „Da berühren sich Himmel und Erde“ auf der Gitarre gespielt hat, konnten alle anderen hinter ihren Bildschirmen mitsingen und die dazugehörigen Tanzfiguren mitmachen. Nach einer weiteren Nacht im Zelt hat das Zeltlager@home dann seinen Abschluss gefunden.
Dennis Pahl betonte nach dem diesjährigen Pfingstzeltlager, wie großartig das diesjährige und mal ganz andere Zeltlager funktioniert hat. „Einfach genial, wie die Technik zulässt, dass alle das Gefühl entwickeln konnten, als wenn sie in Werpeloh auf dem Zeltplatz rund um das Lagerfeuer säßen.“ Auch die Teilnehmer*innen waren begeistert. „Es hat Spaß gemacht“, sagten einige. Dennoch freuen sich alle Kinder und Teamer*innen, wenn es nächstes Jahr in live wieder richtig rund gehen kann.Dieses Zeltlager@home wurde im Rahmen des Förderprogramms Generation³ aus Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesund und Gleichstellung unterstützt. Die KJO plant im Sommer auch ihre Sommerfreizeit ähnlich und im September eine Online-Fortbildung.

 

Eine Botschaft der leeren Kirchen?

Die Kirche soll sich nach Ansicht des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Georg Bätzing, weniger um sich selbst und ihre eigene Existenz sorgen. Vielmehr solle sie sich fragen, für wen sie da sei und mit wem sie Prozesse gestalten könne, "die das Leben menschenwürdig und gottwürdig machen", sagte er den Zeitungen der Verlagsgruppe Bistumspresse (Sonntag) in Osnabrück.

"Ich denke in diesen Tagen oft darüber nach, was die Botschaft der leeren Kirchen ist, die uns Corona gebracht hat - auch jetzt, wo es nur einer kleinen Gruppe von Menschen möglich ist, gemeinsam Gottesdienst zu feiern", so Bätzing. Dieses Bild komme der biblischen Erzählung von Pfingsten sehr nahe, in der "eine ängstliche, kleine Gruppe der Jüngerinnen und Jünger" drinnen hinter verschlossenen Türen sitze. "Aber der Herr ist niemand, der sich in geschlossenen Räumen aufhält, sondern der immer unter den Menschen ist", sagte der Bischof von Limburg und fügte hinzu: "Da gehört die Kirche hin."

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