LesungenDas schwarze Brett 2Gottesdienste

Ein weltweites Phänomen greift um sich:
Christentum, Judentum, Islam: Wie Religion radikal wird

(Von Christoph Paul Hartmann  Bonn 6.8.2020) Religiöse Radikalisierung ist immer wieder Thema in den Medien, vor allem, wenn es um den Islam geht. Doch Mitglieder aller Religionen können heute radikal werden – und das hat manchmal nur sehr wenig mit dem Glauben zu tun: Oft sind es viele Ursachen, die sich gegenseitig beeinflussen.
Mitten im pulsierenden Leben New Yorks gibt es Menschen, die davon nichts mitbekommen: Denn im Stadtteil Williamsburg leben chassidische Gemeinden, Mitglieder von ultraorthodoxen jüdischen Gruppen, die sich der Welt um sie herum völlig verschließen und deren Leben aus der Befolgung strengster Regeln besteht. Gleichzeitig sorgt der islamistische Terrorismus für Angst und Schrecken oder junge Männer ziehen in christlicher Mission "für Gott" in die Ostukraine, um dort gegen das "schwule, dekadente Europa" zu kämpfen.
Religiöser Fundamentalismus und religiöse Radikalisierung sind heute allgegenwärtig und betreffen alle Religionen. Obwohl ihre Vertreter oft ähnliche Beweggründe haben, sind die Folgen sehr verschieden. Wer fundamentalistisch denkt, richtet das gesamte Leben an heiligen Texten und religiösen Geboten aus, andere Einflüsse werden aus dem eigenen Leben oft ferngehalten. Radikale gehen noch einen Schritt weiter: Sie wollen dafür sorgen, dass die gesamte Gesellschaft ihre Glaubensansichten teilt und sich nach diesen Regeln richtet. Sie wollen andere Menschen also überwältigen; das kann – muss aber nicht – durch Gewalt geschehen.
Warum Menschen zu religiösen Radikalen werden, lässt sich ganz schwer auf einen Nenner bringen. Es gibt aber Übereinstimmungen in den Biografien zahlreicher späterer Radikaler. Viele teilen etwa die Erfahrung persönlicher Krisen: Sie sind als Jugendliche auf die schiefe Bahn geraten, ihre Eltern sind gestorben, haben sich getrennt oder sind seit langer Zeit arbeitslos. Nicht selten müssen die Jugendlichen auch mit eigenem Scheitern – etwa in der Schule – oder Diskriminierung umgehen.

Einfache Antworten auf komplexe Fragen
In einer solchen Situation können diese jungen Menschen dann auf Leute treffen – in der Schule oder Freizeit, zum Teil auch im Gefängnis –, die ihnen scheinbar einfache Antworten und Erklärungen für ihre Situation liefern: In dieser (vorgeblich ungläubigen) Gesellschaft könnten sie eh nichts erreichen. Sie müssten sich auf ihre Wurzeln besinnen und sich wehren, dann könnten sie stark sein. Die krisengebeutelten Jugendlichen kommen jetzt mit einer radikalen Gruppe in Berührung, die ihnen mit einer klaren, schlichten Ideologie Halt und ein Selbstwertgefühl gibt. Der französische Politikwissenschaftler Olivier Roy fasst sie zusammen als jene, "die nach einem sehr profanen Leben (Clubs, Alkohol, Kleinkriminalität) plötzlich zur Religiosität zurückfinden, und zwar entweder individuell oder in einer kleinen Gruppe (nie im Rahmen einer religiösen Organisation)", schreibt er in seinem jüngsten Buch "Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod". Es ist wichtig festzuhalten, dass diese Radikalisierung kaum in herkömmlichen religiösen Zusammenhängen stattfindet. Es radikalisieren sich nicht in erster Linie die bereits Religiösen, sondern die, die mit Religion vorher nicht viel zu tun hatten. Gruppen bilden sich entweder um eine starke Persönlichkeit herum oder es handelt sich um "eine Gruppe Kumpels oder Freunde, die sich mal seit der Kindheit kennen, mal im Gefängnis oder auch in einem Ausbildungslager begegnet sind", formuliert es Roy.
In diesen Gruppen beginnen nun innere Prozesse, die die Mitglieder weiter radikalisieren: Sie fangen an, sich gegenseitig zu beobachten; jeder will der Beste, der Frommste, der Radikalste sein. Nach außen hin schließen sie sich immer mehr ab, Kontakte zu Familie und Freunden werden oft auf Eis gelegt. Diesen Schließungsprozess hat der Osnabrücker Islamwissenschaftler Michael Kiefer anhand einer Chatgruppe radikaler islamischer Jugendlicher erforscht: "Die Mitglieder haben sich gegenseitig aufgefordert, mit Angehörigen nicht mehr über bestimmte Dinge zu reden, sie über ihre Motive zu belügen und zu täuschen. Als einer aus der Gruppe zu einem Beratungsangebot musste, wurde ihm von der Gruppe vorgegeben, was er sagen sollte."
In diesem Abschottungsprozess schaukeln sich die Mitglieder immer weiter gegenseitig hoch, es entsteht ein Strudel, bis es zu einer Gewalttat kommt. Aus diesem Strudel kommen die Mitglieder in der finalen Phase kaum noch heraus, sagt Kiefer. "Das geht erst, wenn es geknallt hat oder die Repressionen zu stark werden." Dann können sich die Jugendlichen wieder anderen Dingen zuwenden.

Umstrittene Rolle der Religion

Weiterlesen: Radikalisierung

Pause auf der Dekanatshomepage

Im Moment ist vieles und sind viele im Urlaubsmodus. Diesen betritt auch die Redaktion der Webseite des Dekanats ab dem 9. August und verlässt ihn nach zwei Wochen wieder. Sollte in der Zwischenzeit Bedeutendes in unserem Dekanat , dem Bistum oder der Kirche insgesamt geschehen sein und in seiner Bedeutung auch noch anhalten, so wird dies dann nach dem 23. August hier erscheinen. Die Welt dreht sich ohne Unterlass, aber es ist wichtig, auch mal von außen auf diese Drehungen zu schauen.Eiin Dauer-Schwindelgefühl hält niemand aus, und Corona hat sowieso schon viele Bremsen eingebaut. Auf keinen Fall, so sagen alle, geht es "nach  Corona", wann auch immer das so sein wird, in gleicher Weise so weietr wie vorher. Das muss kein Verlust sein, sondern reizt mit spannenden und gespannten Gehversuchen im Neuland. Unsere Dekanatsplanungen mit Konferenzen, Studientagen, Bischofsvisitation...alles steht noch unter Vorbehalt. Wir hoffen, dann in absehbarer Zeit hier dann auch Klärungen zu bekommen.

AG der Pfarrgemeinderäte reagiert auf römische Instruktion

Die römische Instruktion schlägt weiter Wellen. Jetzt meldete sich auch die Arbeitsgemeinschaft der Pfarrgemeinderäte zu Wort. In einem Brief an Bischof Bode unterstützt sie dessen Aussage, dass das Dokument eine Rückwärtsrolle in nicht mehr bestehende Zeiten ist, ein Weg in einen überwunden geglaubten Klerikalismus. Die Ag, deren Mitglieder als Unterzeichnende namentlich genannt sind, versichern dem Bischof Rückendeckung in seinem Einsatz für eine „Kirche der Beteiligung“ und in der Zurückweisung solcher Dokumente, die das Engagement von Laien für eine Kirche, die auch die ihre ist, nachhaltig beschädigen kann. Ein weiterer Brief wurde an den Nuntius in Berlin geschickt, der in- haltlich scharfe Kritik an der Instruktion formuliert. Beide Briefe sind hier zum Nachlesen abrufbar. Welche Einflussmöglichkeiten dieser zweite Brief hat, ist nicht vorherzusagen, so die Vorsitzende der Ag, Angela Emmerich-Freericks aus Norden, es sei aber wichtig, dass der Nuntius den Einspruch der Basis erlebe. Sie hoffe, dass viele weitere Gremien das nicht schweigend frustriert hinnähmen, sondern lautstark die Stimmung an der Basis deutlich machten. Der Brief an Bischof Bode dagegen sei Dank und Rückendeckung für seine Position, die immer stärker eine Kirche der Beteiligung realisieren wolle. 

Beide Briefe sind hier als pdf-Dokument abrufbar.

download Brief an Bischof Bode

download Brief an den Nuntius

Bischof Bode zur Instruktion - Pressemitteilung

Sie hat aufgeschreckt,empört und enttäuscht, diese Instruktion aus der Kleruskongregation in Rom. In dem vor zwei Tagen erschienenen Papier wird den bestehenden Bemühungen, "gemeinsam Kirche zu sein" (wie auch ein offizielles Dokument der Bischofskonferenz betitelt ist) und Leitung zu teilen - aus Notwendigkeit, aber auch aus besserer Einsicht in die theologischen Konsequenzen aus Taufe, Firmung und Beauftragung- eine klare Absage erteilt. Leitung komme, so die Instruktion, nur dem Pfarrer zu, bzw. den Geweihten. In den deutschen Bistümern sind aber zum Teil seit Jahrzehnten andere Modelle in der Praxis gefahren worden oder sind jetzt aktuell, wie in Osnabrück z.B. die Leitung durch Pfarrbeauftragte - Männer  wie Frauen-, durch ehrenamtliche Gemeindeteams oder Leitungsteilung durch den Einsatz von Koordinator*innen etc. Bischof Bode gab gerade aktuell eine Pressemitteilung heraus, die hier im Wortlaut wiedergegeben wird:

"Stellungnahme von Bischof Dr. Franz-Josef Bode zur Instruktion der Kongregation für den Klerus
„Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche“

Die Instruktion der Kleruskongregation hat uns Bischöfe völlig überrascht, wiewohl es sich abzeichnete, dass Rom sich zu den pastoralen Veränderungen der vergangenen Jahre äußern würde. Erwartet hatte ich aber eine vorherige Fühlungnahme mit den Realitäten vor Ort und eine bessere Beachtung der vielbeschworenen Synodalität.
Der erste Teil der Instruktion zeichnet mit den vielen Zitaten von Papst Franziskus einen Weg zu einer pastoralen Umkehr zur Evangelisierung und Mission, der im zweiten Teil durch die reine Wiederholung des gegenwärtig gültigen Kirchenrechts eher eine Umkehr zur Klerikalisierung wird. Ich befürchte, dass noch so verbindlich dargestellte Normen nicht greifen, wenn sie zu einem großen Teil von der Realität längst überholt sind. Mit dem Schreiben der Deutschen Bischofskonferenz „Gemeinsam Kirche sein“ haben wir schon vor Jahren eine Antwort auf die Herausforderungen dieser Zeit grundgelegt, in der Getaufte, Gefirmte, Beauftragte, Gesendete und Geweihte in guter Weise zusammenspielen zum Heil der Seelen, dem auch das Kirchenrecht verpflichtet ist.
Was das Priesterbild angeht, ist das Gegenüber zur Gemeinde und die Besonderheit dieses Dienstes zu stark betont angesichts des notwendigen Miteinanders aller, in dem das Weiheamt einen spezifischen Dienst an der Einheit vollzieht. Darin liegt ja die Begründung der Leitung des Weiheamtes, das aber nur zusammen mit den Leitungsdiensten vieler zu leisten ist. Leitung hat eben viele Gesichter (vgl. Gemeinsam Kirche sein).
Unsere neuen Leitungsmodelle in Osnabrück sind ganz im Rahmen des Kirchenrechts nach can. 517,2, auch in den Bezeichnungen der Dienste. Die Instruktion lässt diesen Weg nur als vorübergehende „Notverordnung“ zu. Ich bin der Meinung, dass diese Not bei uns an so manchen Stellen permanent existieren wird.
Ich sehe zur Zeit keinen Änderungsbedarf im Bistum Osnabrück an unserem Kurs einer „Kirche der Beteiligung“, weil das Miteinander der verschiedenen Dienste gut beschrieben ist. Leider ist diese „Instruktion“ eine so starke Bremse der Motivation und Wertschätzung der Dienste von Laien, dass ich große Sorge habe, wie wir unter solchen Bedingungen neue engagierte Christen finden sollen und wie wir unsere pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin gut begleiten und fördern können. Wir sind in einer Zeit, in der es notorisch zu wenige Priester gibt, die auch unter den heutigen Bedingungen Pfarrer sein können. Wir sind auf die intensive Mitarbeit aller Getauften und Gefirmten angewiesen. Anders kann es keine Umkehr zur Evangelisierung und Mission geben.
Umso notwendiger erweist sich nun unser „Synodaler Weg“ in Deutschland, auf dem es ja gerade um diese ekklesiologischen Fragen geht, darum, wie eine Kirche der Beteiligung aussehen kann, wie der priesterliche Dienst heute zu verstehen und zu bestehen ist und wie Frauen und Männer gemeinsam Kirche gestalten. Nur dieser synodale Weg kann eine Antwort auf diese römische Herausforderung sein.
Im Bistum Osnabrück werden wir unseren Weg der „Kirche der Beteiligung“ weitergehen und uns den durch die Instruktion aufgeworfenen Fragen und den kirchenrechtlichen Eckpunkten stellen. Dabei versuchen wir, dem „Synodalen Weg“ und der Entwicklung der Gestalt unserer Kirche wach verbunden zu bleiben. Die Bischofskonferenz wird sich noch intensiver mit diesen Fragen befassen müssen, die in den meisten Diözesen schon lange bedacht werden."       Osnabrück, den 22. Juli 2020

Manchmal stößt man auf Texte, die muss man sofort weitergeben. Der nachfolgende ist von Andrea Schwarz, Schriftstellerin und pastorale Mitarbeiterin in unserem Bistum. Gerade erst hat sie über die Kath. Erwachsenenbildung Vorträge in unserer Region gehalten und sich der Diskussion gestellt. Heute - veröffentlich im Bistumsblog- stellt sie die Forderung auf, die Corona-Entschleunigungen und -ausfälle hinter sich zu lassen und auf Sicht und mit Verantwortung wieder loszulegen in Pastoral und sonstigem kirchlichen Geschehen.Wer jetzt nicht loslegt, wird nächstes Jahr vielleicht niemanden mehr vor sich finden, mit dem er/sie dann etwas fortsetzen kann. Also: Mut! 

Auf Sicht fahren – aber fahren!

Irgendwie fiel mir die Tage eine kleine Episode ein, die ich vor einigen Jahren auf der Fähre nach Juist erlebt habe. Wir wollten uns damals im Dezember noch ein paar Tage adventliche Auszeit gönnen – und wenn man schon das Privileg hat, so nah an den Inseln zu wohnen, warum die Chance nicht nutzen und einfach hinfahren?
Als die Fähre in Norddeich ablegte, lag eine richtig dicke Nebelsuppe über der See – und so machten wir es uns unter Deck bei einem Kaffee gemütlich. Schließlich meldete sich der Kapitän per Lautsprecher zu Wort: „Wir müssten gleich im Juister Hafen anlegen. Wir sehen ihn zwar noch nicht, aber nach unseren Instrumenten müsste er da sein.“ Wir beide sahen uns an und mussten lachen.
Warum mir mitten im Juli diese Dezember-Nebel-Geschichte von Juist einfällt?
Im Moment fahren wir aufgrund von Corona auch ein bisschen im Nebel umher. Man kann nicht so arg weit gucken und muss deshalb besonders aufpassen. Leider gibt es keine Instrumente, die uns und unseren Kapitänen den Weg durch den Corona-Nebel zeigen. Und dazu kommt, dass wir die Gewässer, durch die wir grad steuern, nicht kennen. Deshalb müssen wir langsam machen und „auf Sicht fahren“, um rasch gegensteuern zu können, wenn plötzlich etwas Unerwartetes passiert.
Ja, es war richtig, in den letzten Monaten alle unnötigen Fahrten einzuschränken, um mit der akuten Situation klar zu kommen. Aber Bischof Bode hat zu Recht darauf hingewiesen, dass wir jetzt aus der akuten in eine „chronische Phase“ von Corona kommen. Und deshalb müssen wir lernen, irgendwie mit dem Virus zu leben.
Das heißt aber auch, so langsam mal wieder ins Planen zu kommen, Perspektiven zu entwickeln, Ideen zu spinnen. Nicht nur Notstandsverwaltung zu machen, sondern kreativ das Herbst- und Frühjahrsprogramm anzugehen, natürlich unter Einhaltung aller Hygienekonzepte und Wahrung aller Abstandsregeln. Und unter allem Vorbehalt, wie die aktuelle Situation sich weiter entwickelt. Es geht eigentlich darum, so eine Art „Programm trotz Corona“ zu machen, Veranstaltungen zu planen, Referent*innen anzufragen, das Pfarrheim zu belegen. Endlich mal wieder „in die Pötte“ zu kommen …
Ja, es kann sein, dass die aktuelle Situation uns dann dazu zwingt, das eine oder andere wieder abzusagen. Aber das haben wir in den vergangenen Monaten gut gelernt, das können wir inzwischen. Und jede*r hat Verständnis dafür – Teilnehmer*innen, Referent*innen, Veranstalter.
Planen müssen wir grad erst wieder neu lernen.
Aber wenn wir jetzt nicht voraus schauen und damit keine Veranstaltungen im Terminkalender stehen haben, dann wird im nächsten Jahr auch nichts laufen.
Wir werden wohl noch einige Zeit „auf Sicht fahren“ müssen. Das ist nicht schön, und wir mögen es nicht. Aber wie heißt es auf einer dieser netten Spruchkarten? „Wir sind hier nicht bei „wünsch dir was“, sondern bei „so isses“.
Vielleicht es einfach probieren – nicht wild drauf los, sondern verantwortet, überlegt. Schritt für Schritt. Auf Sicht fahren. Und absagen können wir auch nur das, was wenigstens schon mal geplant war.
Aber auf jeden Fall nicht im Hafen liegenbleiben und vor sich hin dümpeln …

Das "Schwarze Brett"  - eine Anregung aus der Ag der Pfarrgemeinderäte

Im Juni trafen sich die MItglieder der Ag der PGR nach langen Monaten wieder. Neben vielen Themen und Berichten kam ein Vorschlag, der hier jetzt umgesetzt wird: Das "schwarze Brett" - in analoger Form eine weit verbreitete Aushangmöglichkeit in Geschäften und Fluren - hier nun digital als Forum, um Gedanken, Ideen, Themen aus der Gemeindearbeit miteinander zu teilen. Es geschieht immer wieder, dass an einem Ort eine Idee entwickelt und realisiert wird, die auch für andere ein Anstoß sein könnte, die aber nicht weitertransportiert wird, oder erst mit großer Verzögerung. So gab es beim Treffen der Ag z.B. Pläne und Erfahrungen, wie Erstkommunionfeiern in Coronazeiten doch stattfinden können, die bei anderen auf großes Interesse stießen. Es gab zu hören von Wegen, wie man Neuzugezogene in Kontakt mit der Kirchengemeinde bringen kann, welche Aktionen gut waren usw. Das miteinander zeitnah zu teilen und dann eigene Erfahrungen zu machen, ist der Sinn dieses Ausstausches auf den "schwarzen Brett". Machen Sie davon reichen Gebrauch! Gerade in der Diaspora ist dieses wichtig, denn "keiner/keine glaubt für sich allein".
Rufen Sie die Seite durch den Button in der Leiste oben auf, tragen Sie ein, was Sie mitteilen möchten. Um Missbrauch - zum Beispiel durch Hass- oder Fakebeiträge, die von außen her technisch möglich sind, zu vermeiden, werden die Beiträge erst gesichtet und dann freigeschaltet. Das soll aber nicht davon abhalten, dass diese Kommunikationsmöglichkeit sich zu einem wirklichen Forum unseres Dekanats entwickelt!

Frauen verkünden das Wort - Predigtaktion 2020

Im internationalen Jahr des Wortes Gottes lädt die Arbeitsstelle Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz Frauen ein, an ihren jeweiligen Orten, in ihren Gruppen und Gemeinden das Wort Gottes zu verkünden und auszulegen. Patronin dieser Aktion ist die mittelalterliche Kirchenlehrerin und Visionärin Hildegard von Bingen.
Rund um ihren Gedenktag am 17. September sollen deshalb auch in unserem Bistum ehren- und hauptamtliche Frauen in den Gottesdiensten zu Wort kommen und Gottes Wort verkünden. So wird es auch in unserem Dekanat sein. Vor Ort finden Treffen zur Vorbereitung statt, einige Frauen haben auch an den kleinen Predigtwerkstätten mit dem homiletiker Pater Franz Richard teilgenommen, die aber wg. der Coronabeschränkungen nur online laufen konnten.

"Dein Herz lebe auf!" - Bibelauslegungen der deutschen Bischöfe als Buch

"Dein Herz lebe auf!" So heißt ein neues Buch, in dem 23 deutsche Bischöfe in der Corona-Pandemie tröstende Bibelstellen auslegen. Nach Auffassung des Initiators und Herausgebers, des Osnabrückers Bischof Franz-Josef Bode, bietet die Bibel bietet während Corona die besten Punkte zum Festhalten und Getröstet-werden. Bode verweist auf die oft nicht wahrgenommene große Rolle der Kirche während Corona und erklärt, wie das Projekt zustande kam und warum nicht alle Oberhirten sich an dem Buch beteiligt haben. Hoffnung und Trost in der Corona-Krise zu vermitteln -das war die Motivation eines Großteils der deutschen Bischöfe zu diesem Buch, in dem Bibelstellen ausgelegt werden. Dazu sei gerade jetzt die richtige Zeit.
Das Buch:Franz-Josef Bode (Hrsg.): Dein Herz lebe auf! Tröstende Bibeltexte erschlossen für schwere Zeiten. Stuttgart: Katholische Bibelanstalt, 256 Seiten, 18,95 Euro.

Kirchenstatistik zeigt wachsende Entfremdung von kirchlicher Tradition

Einen signifikanten Anstieg der Kirchenaustrittszahlen hat das Bistum Osnabrück für das vergangene Jahr zu verzeichnen: Insgesamt traten rund 5.200 Katholiken aus der Kirche aus, das sind 1.600 mehr im Vergleich zum Vorjahr. Wie aus der jetzt vorgelegten Bistumsstatistik 2019 hervorgeht, zählt das Bistum rund 547.000 Katholiken, 6.000 weniger als im Vorjahr. Knapp zehn Prozent der Katholiken besuchen die Sonntagsgottesdienste.

Vergleichsweise wenige Veränderungen gegenüber dem Vorjahr gibt es bei der Zahl der Taufen (4.196) und der Erstkommunionen (4.330), die sich jeweils um gut 140 gegenüber 2018 verringert haben. Rückläufig ist mit 914 auch die Zahl der kirchlichen Trauungen, die im Jahr davor noch bei 983 lag. Nur wenig geändert hat sich in den vergangenen Jahren die Zahl der kirchlichen Bestattungen: Sie liegt seit über 20 Jahren bei mehr oder weniger 5.000 (2019: 4.979).

Der sprunghafte Anstieg der Kirchenaustrittszahlen ist nach den Worten von Generalvikar Theo Paul eine „sehr schmerzliche Entwicklung“. Viele Menschen seien vor allem durch den Missbrauchsskandal tief erschüttert. Es seien auf allen Ebenen vertrauensbildende Initiativen und Anstrengungen notwendig, um Glaubwürdigkeit wiederzuerlangen. Offenheit, Transparenz und Reformwille sind dabei laut Paul unerlässliche Faktoren für die Zukunftsfähigkeit der Kirche. Insbesondere für die Amts- und Funktionsträger bedeute das eine entscheidende Herausforderung.

Bild: Martina Gahbauer in pfarrbriefservice.de   Text Pressestelle des Bistums

Kfd: Frauen sind für Kirche "systemrelevant"

Seit einem Jahr geistert ein purpurnes Kreuz durch die sozialen Netzwerke – Symbol für die Forderung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, auch Frauen zu Priestern zu weihen. Durch Corona fühlt sich der Verband darin noch weiter gestärkt.

Düsseldorf - 15.06.2020
Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) sieht Frauen für die Kirche als "systemrelevant". Gerade in der Corona-Krise habe sich gezeigt, dass Frauen das kirchliche Leben nicht nur "prägen, sondern entscheidend mittragen", sagte die kfd-Bundesvorsitzende Mechthild Heil am Montag in Düsseldorf. Deswegen bekräftigt der Frauenverband auch in der Pandemie weiterhin seine Forderung, Frauen zu Diakoninnen oder Priesterinnen zu weihen. "Wir Frauen wollen der Kirche nicht nur dienen, sondern auch Verantwortung und Macht übernehmen", so Heil. Dazu setze der Verband große Hoffnungen auf den "Synodalen Weg", dem aktuellen Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland.
Als Beispiel für das Engagement von Frauen in der Corona-Krise nannte Heil die Einladung zu virtuellen Gebetsketten sowie die Aufzeichnung von Videogottesdiensten. Zum Tag der Apostelin Junia Mitte Mai hätten zudem zwölf Geistliche Leiterinnen und Begleiterinnen der kfd zum ersten bundesweiten Predigerinnentag des Frauenverbands Predigten gehalten – einige davon sogar in einer Eucharistiefeier.
Heil äußerte sich aus Anlass der Verabschiedung des kfd-Positionspapiers "gleich und gleichberechtigt" vor einem Jahr. Darin wird erstmals der Zugang von Frauen zu allen Diensten und Ämtern in der katholischen Kirche gefordert, also auch zum Priesteramt. Als Symbol dafür führte die kfd damals ein purpurfarbenes Kreuz ein. Es erinnert an Lydia, die erste europäische Christin. Sie war eine selbstbewusste Frau und Purpurhändlerin, die Farbe zu ihren Lebzeiten ein kostbares Statussymbol. "Wir knüpfen damit an die Würde an, für die diese Farbe bei hohen Amtsträgern in der katholischen Kirche steht, und wollen ausdrücken: Wir haben von Gott dieselbe Würde verliehen bekommen, da steht es keinem Menschen zu, uns Berufungen und Eignungen abzusprechen, nur, weil wir Frauen sind", so Heil. Das purpurfarbene Kreuz findet nach Angaben der kfd-Vorsitzenden inzwischen immer weitere Verbreitung. So sei es etwa in den sozialen Medien in vielen Beiträgen zu finden. Bei einer Unterschriftensammlung sprachen sich zudem rund 130.000 Unterzeichner für eine geschlechtergerechte Kirche aus. (gho)  (Bild und Artikel aus www.katholisch.de)

Mensch ist Mensch

Videoaktion der Katholischen Jugend Ostfriesland

Überall gibt es aufflammenden Proterst gegen Rassismus, auch gegen den, der als solcher gar nicht wahrgenommen wird und sich hinter angeblich normalem Verhalten versteckt. Das geht es nicht nur um ein profiling bei polizeilichen Kontrollen, das sich vor allem von äußerlichen Merkmalen wie dunklerer Haut und Haarfarbe leiten lässt, es geht auch um unbedachte Äußerungen und Situationen, in denen Menschen, die etwas anders sind, immer erklären müssen. Die katholische Jugend Ostfriesland startet deshalb ihr klassisches "Gebet der Jugend" am nächsten Sonntag mit einer besonderen Aktion: Per Video werden Jugendliche - und vielleicht auch Ältere- aus dem ganzen Dekanat ein Licht anzünden gegen Rassismus. Es soll eine virtuelle Lichterkette entstehen, in der sich möglichst viele verbinden und dafür streiten, dass "Mensch Mensch ist" . Auf den sozialen Medien wie Instagramm etc. ist diese Aktion dann zu sehen. Eine super Idee in Corona-Zeiten!

Große Personalveränderungen in Osnabrück



Daniela Engelhard (55), seit 2002 Leiterin des Bischöflichen Seelsorgeamtes in Osnabrück, wechselt zum Februar nächsten Jahres in die Leitung des Osnabrücker „Forums am Dom“. Das Informations- und Begegnungszentrum des Bistums mit zahlreichen Serviceangeboten veranstaltet u.a. Ausstellungen, Dialogforen und Podiumsdiskussionen. Dessen bisheriger Leiter, Pastoralreferent Martin Bruns (60), wechselt ab November zum „AtriumKirche“, einer vergleichbaren Einrichtung im Bremer Schnoorviertel. Bruns war bereits von 2002 bis 2006 mit dem Aufbau einer City-Seelsorge in Bremen beauftragt. Die Leitung des Osnabrücker Seelsorgeamtes übernehmen in der Nachfolge von Engelhard ab Dezember Martina Kreidler-Kos und Bruno Krenzel (Bilder siehe unten).



Daniela Engelhard war 2002 als Seelsorgeamtsleiterin unter den deutschen Bistümern eine der ersten Frauen in einer Führungsposition. Die promovierte Theologin ist seit 2007 auch als Beraterin verschiedener Kommissionen der Deutschen Bischofskonferenz und aktuell des Synodalen Weges tätig. Ihre Nachfolgerin, die Theologin Dr. Martina Kreidler-Kos (52), ist zurzeit Leiterin des Fachbereichs „Lebenswelten“ und Referentin für die Familienseelsorge im Bistum. Sie ist zudem als Beraterin der Frauenkommission der Deutschen Bischofskonferenz und des Synodalen Weges tätig. Die Leitung des Seelsorgeamtes wird sie zusammen mit dem Theologen Bruno Krenzel (51) übernehmen, der dort zurzeit stellvertretender Leiter ist, den Fachbereich „Glaubensräume“ leitet und für die Geschäftsführung zuständig ist. Das Seelsorgeamt ist mit rund 60 Beschäftigten die größte Abteilung im Bischöflichen Generalvikariat. Das Seelsorgeamt unterstützt beispielsweise die seelsorgliche Arbeit in den Kirchengemeinden, Einrichtungen und im Jugendbereich durch Aus- und Fortbildung sowie Beratung.                     Bilder und Text: Herrmann Haarmann, Pressestelle des Bistums

 

Gemeindehäuser, Pfarrbüros etc. dürfen wieder geöffnet werden

Unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln können entsprechend der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in den Pfarrheimen gemeindeeigene Veranstaltungen wieder stattfinden. Es gilt weiter ein Zutrittsverbot für Menschen mit akuten Atemwegserkrankungen und/oder grippeähnlichen Symptomen sowie an Covid19 erkrankten Personen bzw. Personen, die Symptome einer Covid19-Erkrankrung aufweisen. Eine Nutzung der Pfarrheime durch Dritte (z. B. Kindertagesstätten, andere selbstständige Einrichtungen, sonstige nicht kirchliche Vereine/Verbände) ist möglich, soweit die landesrechtlichen Rahmenbedingungen dieses zulassen und die Hygienekonzepte eingehalten werden. Nähere Einzelheiten hierzu, zur zwingenden Vereinbarung eines Hygienekonzepts und auch zur Öffnung der Pfarrbüros finden Sie vor Ort.

Pfingstzeltlager @home - real und virtuell zugleich

Corona hat auch das beliebte und bereits seit vielen Jahren stattfindende Pfingstzeltlager der Kath. Jugend Ostfriesland (KJO) aus dem Tritt gebracht.
Aber es ist nicht ganz ausgefallen, sondern ist „@home“ organisiert worden. Sebastian (8 Jahre) und Tobias (10) Jahre) aus Emden scheint das durchaus zu gefallen. Nachfolgend der Bericht der KJO über einen neuen Weg und neue Erfahrungen in besonderen Zeiten:

Zeltlager@home>

Aurich. Das Pfingstzeltlager der katholischen Jugend Ostfriesland (KJO) hat dieses Jahr stattgefunden. Aber nicht so wie man es üblicherweise kennt. Dieses Jahr hieß es online, statt real life – Zelten im eignen Garten.
Das Zeltlager der katholischen Jugend Ostfriesland hat dieses Jahr online stattgefunden. Die 30 Teilnehmer*innen und 17 Teamer*innen haben sich nicht von der Corona-Pandemie unterkriegen lassen und das Lager nicht abgesagt. Stattdessen haben sie ein Zeltlager@home ins Leben gerufen. Ihre Zelte haben die Teilnehmenden anstatt auf dem geplanten Zeltplatz in Werpeloh im Emsland, im heimischen Garten aufgestellt. Zuvor haben die Teamer des Zeltlagers für jeden teilnehmenden Haushalt Materialkisten zusammengestellt und diese mithilfe des KJO-Taxiservice vor die Haustüren der Kinder gestellt. Der Rest verlief online.
Am Freitag vor Pfingsten schalteten sich die Teilnehmer*innen und Teamer*innen in die erste Videokonferenz. Feierlich ist dann das KJO-Banner gehisst worden, genau wie im echten Lager, nur dass eben jeder bei sich zu Hause war. Am Abend ist sogar ein Lagerfeuer gezündet worden, das konnten die Kinder dann anschließend im Live-Stream auf Instagram verfolgen. Und natürlich durften Spiele wie der Montagsmaler und das Gesellschaftsspiel Werwolf auch nicht fehlen – denn die funktionieren online genauso gut. Anstatt actionreichen Nächten und Gesprächen mit den Freunden, die bis zum Morgengrauen anhalten, gab es bei dem diesjährigen Zeltlager ruhige und entspannte Nächte im heimischen Garten.
Für die nächsten Tage hatten sich die Teamer*innen im Vorhinein einiges einfallen lassen. Nach der ersten Nacht fand für die Kinder eine Rallye@home stattgefunden. Dabei mussten sie zum Beispiel alle Klopapierrollen im Haus zählen, ein Glas Wasser auf Schnelligkeit trinken oder Tauziehen gegen ein Familienmitglied spielen. Wie auch während der restlichen Zeltlager@home-Zeit, durften die Kinder bei den Challenges stets selbst entscheiden, ob sie ihre Webcam an oder aus lassen wollten.
Neben einer Rallye durften zahlreiche Workshops natürlich auch nicht fehlen. Alle Materialien, um sich zum Beispiel ein Portemonnaie aus Tetrapaks zu basteln oder Cappies zu bemalen, haben die Kinder in den vorgepackten Materialkisten gefunden. Wie jedes Jahr wurden außerdem Freundschaftsbänder geknüpft und eine selbst gemachte Kopfbedeckung aus Papier gebastelt. Die Anleitungen zu den jeweiligen Workshops lagen in den Kisten. Außerdem haben die Teamer einige Tage vorher die Bastelanleitung vorgefilmt und sie auf YouTube hochgeladen. Da konnten sich die Kinder beispielsweise anschauen, wie eine künstliche Fackel gebaut wird und es mit dem vorhandenen Material nachmachen.
Am Pfingstsonntag schaltete sich dann auch Dekanatsjugendseelsorger Carl B. Hack in der Videokonferenz zu. Während er mit Dekanatsjugendreferent Dennis Pahl im Jugendbüro der katholischen Jugend Ostfriesland in Aurich gesessen hat, hielt er für alle Teilnehmenden einen Gottesdienst ab. Dabei durfte das gemeinsame Singen natürlich auch nicht fehlen. Während einer der Teamer die Melodie zum Klassiker „Da berühren sich Himmel und Erde“ auf der Gitarre gespielt hat, konnten alle anderen hinter ihren Bildschirmen mitsingen und die dazugehörigen Tanzfiguren mitmachen. Nach einer weiteren Nacht im Zelt hat das Zeltlager@home dann seinen Abschluss gefunden.
Dennis Pahl betonte nach dem diesjährigen Pfingstzeltlager, wie großartig das diesjährige und mal ganz andere Zeltlager funktioniert hat. „Einfach genial, wie die Technik zulässt, dass alle das Gefühl entwickeln konnten, als wenn sie in Werpeloh auf dem Zeltplatz rund um das Lagerfeuer säßen.“ Auch die Teilnehmer*innen waren begeistert. „Es hat Spaß gemacht“, sagten einige. Dennoch freuen sich alle Kinder und Teamer*innen, wenn es nächstes Jahr in live wieder richtig rund gehen kann.Dieses Zeltlager@home wurde im Rahmen des Förderprogramms Generation³ aus Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesund und Gleichstellung unterstützt. Die KJO plant im Sommer auch ihre Sommerfreizeit ähnlich und im September eine Online-Fortbildung.

 

Eine Botschaft der leeren Kirchen?

Die Kirche soll sich nach Ansicht des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Georg Bätzing, weniger um sich selbst und ihre eigene Existenz sorgen. Vielmehr solle sie sich fragen, für wen sie da sei und mit wem sie Prozesse gestalten könne, "die das Leben menschenwürdig und gottwürdig machen", sagte er den Zeitungen der Verlagsgruppe Bistumspresse (Sonntag) in Osnabrück.

"Ich denke in diesen Tagen oft darüber nach, was die Botschaft der leeren Kirchen ist, die uns Corona gebracht hat - auch jetzt, wo es nur einer kleinen Gruppe von Menschen möglich ist, gemeinsam Gottesdienst zu feiern", so Bätzing. Dieses Bild komme der biblischen Erzählung von Pfingsten sehr nahe, in der "eine ängstliche, kleine Gruppe der Jüngerinnen und Jünger" drinnen hinter verschlossenen Türen sitze. "Aber der Herr ist niemand, der sich in geschlossenen Räumen aufhält, sondern der immer unter den Menschen ist", sagte der Bischof von Limburg und fügte hinzu: "Da gehört die Kirche hin."

Teilnehmen an den Entscheidungsfindungen des synodalen Weges

Die erste Vollversammlung des synodalen Wegs hat im Januar stattgefunden. Vier Foren, nämlich: „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am „Priesterliche Existenz heute“
- „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ und  „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ sind gesetzt und werden bis zur zweiten Plenumsversammlung im September von den jeweiligen Arbeitsgruppen diskutiert und in Beschlussvorlagen gebündelt. Zum Forum 3, "Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche" erreichte uns das Anschreiben einer Synodenteilnehmerin, in der sie um Mithilfe und Auskünfte bat. Es ist gut, wenn wir alle nicht nur Zuschauerinnen und Zuschauer des "Synodalen Wegs" sind, sondern aktiv daran teilnehmen. Hier der Wortlaut des Anschreibens und die Kontaktmöglichkeiten:
Mail von Sr. Philippa – Berufung/ Geschlechtergerechte Kirche vom 04.05.2020
Liebe engagierte Frauen und Männer,
denen wie mir das Thema Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche am Herzen liegt!
Hiermit komme ich mit folgendem Anliegen auf Sie zu und möchte Sie um Ihre Mithilfe bitten. Hintergrund: Ich bin Delegierte beim Synodalen Weg und wurde als solche in das Forum „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“ gewählt. Nun arbeite ich mit in einer Untergruppe, die sich mit der theologischen Argumentation im Blick auf die Teilhabe von Frauen am sakramentalen Ordo – Diakonat und weitere Ämter – befasst. Wichtige Stichworte sind in diesem Zusammenhang: neue Ämterstruktur - diakonische Kirche und diakonische Ämter sui generis– die pneumatologische Dimension der Kirche – charismenorientierte Zugänge zu Ämtern und Diensten u.v.m.
Ganz wichtig ist mir und anderen in diesem Zusammenhang das Thema Berufung. Deshalb bin ich auf der Suche nach persönlichen Lebenszeugnissen von Frauen, die sich in Vergangenheit und Gegenwart zum Diakoninnen- und zum Priesterinnenamt berufen fühlten und fühlen und ihre Berufung aus bekannten Gründen nicht leben konnten und können. Wären Sie wohl selber bereit, auf maximal einer Seite Ihre Berufungsgeschichte zu schildern und auch darüber zu berichten, für welche Alternative Sie sich dann warum entschieden haben? Auch darüber vielleicht, was die unerfüllte Sehnsucht in Ihnen bewirkt hat und vielleicht immer noch an Spuren in Ihnen hinterlässt? Und/oder würden Sie meine mail an interessierte Frauen weitergeben?
Mein Ziel ist es dabei zunächst einmal, der „Männerkirche“, aber auch vielen Frauen, die das Thema „gleicher Zugang für alle zu Diensten und Ämtern der Kirche“ immer noch als „Machthunger aufmüpfiger Frauen“ diffamieren, vor Augen zu führen, welches Potential an Berufungen, an Geistkraft, an Charismen der Kirche und den Gläubigen vorenthalten über viele Jahrhunderte wurde und immer noch wird. Ich möchte zum Nachdenken anregen, ja, auch Erschütterung auslösen und ein Bewusstsein dafür erzeugen, wie überfällig eine Kursänderung und Erneuerung in dieser Frage ist.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mitmachen würden. Gerne auch anonym, wenn Ihnen dies notwendig erscheint. Diskretion von meiner Seite her sage ich Ihnen hier selbstverständlich zu. Ihre Texte werden ausschließlich in unserer Untergruppe des Synodalen Frauenforums als Grundlage zum Thema Berufung verwendet.
Falls Sie sich beteiligen möchten, wäre ich für eine zeitnahe Antwort sehr dankbar.
Ihre Sr. Philippa Rath OSB
Abtei St. Hildegard 65385 Rüdesheim am Rhein 06722/499-143 0176/11499143
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Der Mensch Bischof Bode

Interessiert Sie, was unser Bischof so über manche Themen denkt, was er gerne isst oder trinkt, was er tun würde, wenn er mal einen Tag Papst wäre, was er auch noch hätte werden können außer Priester und dann Bischof....Freimütig und sympathisch berichtet unser Bischof aus seinem Leben, zeigt sich als jemand, der geerdet ist und bleibt, weil er immer schon und immer noch beste Kontakte zu "normalen" Familien und Freunden hat. Wir kennen ihn in unserem Dekanat auch als jemanden, der auf Menschen zugeht, sich nicht bloß oberflächlich interessiert, der nicht verschwurbelt redet, sondern sagt, was er denkt. Danke für dieses Video!

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Sonnenaufgang mit unscharfem Bibelzitat
Motiv für Ökumenischen Kirchentag 2021 steht fest

Wegen der Corona-Pandemie wurden nahezu alle Großveranstaltungen in nächster Zeit abgesagt. Die Planungen für den Ökumenischen Kirchentag 2021 dagegen laufen weiter: Gestern, am 15.4. wurde in Frankfurt das neue Kampagnenmotiv vorgestellt – mit Bezug zur aktuellen Situation.

Eine Art Sonnenaufgang hinter der Aufforderung "schaut hin": Mit diesem Motiv präsentiert sich der bundesweite Ökumenische Kirchentag 2021 in Frankfurt am Main künftig in einer Werbekampagne. Nach Angaben der Veranstalter soll das Großereignis, zu dem im Mai kommenden Jahres mehr als 100.000 Besucher erwartet werden, trotz der derzeitigen Corona-Krise wie geplant stattfinden. "Wir gehen davon aus, dass im kommenden Jahr wieder Großveranstaltungen möglich sein werden", sagte der katholische Präsident des Ökumenischen Kirchentages (ÖKT), Thomas Sternberg, am Mittwoch in einer Online-Pressekonferenz zur Vorstellung der Werbekampagne....
Das Kampagnenmotiv zeigt das Leitwort des Kirchentages "schaut hin" unscharf vor einem Hintergrund, der in seinem Farbverlauf von Dunkelblau bis pfirsichfarben an einen Sonnenaufgang erinnern soll. Limperg sprach von einem "echten Hingucker", weil das Motiv zunächst irritiere. "Wer hinschaut, schaut zwei Mal hin und versucht automatisch scharf zu stellen."

KIBO kostenlos als e-paper

Ein besonderes Angebot macht der Kirchenbote seinen Lesern und allen Interessierten während der Corona-Krise: man kann ihn kostenlos lesen, also auch dann, wenn man nicht Abonnent der gedruckten Ausgabe ist. So wird die Verbindung mit dem Bistum un der Weltkirche gewahrt- ein schönes Zeichen!
Hier der Link zur Ausgabe, in dem die Vorgehensweise dazu beschrieben wird:

https://www.kirchenbote.de/kostenlos-der-corona-krise

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