Wenn der Stein weggerollt wird - aus meinem Inneren-

   dann ist Ostern - für mich!

"Wie wenn Weihnachten und Ostern zusammenfällt" sagen wir manchmal, wenn Ereignisse umfassend und eigentlich nicht mehr steigerungsfähig sind...Aber auch theologisch ist das richtig, beide Feste gehören zusammen, auch wenn sich das jetzt am Ende der Fastenzeit, etwas merkwürdig anhört. Ein Gedicht von Doris Wohlfahrt mit dem Titel "Weihnachtliche Verneigung" bringt uns das auf den Punkt:

                                      Du neigst dich
                                      bis tief hinab
                                      auf unseren Erdengrund
                                      beugst dich
                                      zu uns
                                      reichst und mehr als deine Hand
                                      damit wir nicht am Boden bleiben
                                      vor Angst
                                      vor Schuld
                                      vor Sorge
                                            du richtest uns auf
                                            wenn wir von selbst
                                            nicht mehr aufstehen können
                                            du ebnest
                                            trotz allem und in allem
                                            unsere Wege auf der Erde
                                            und auch
                                            den Weg zum Himmel
                                            weil du nicht nur der Eingeborene
                                            sondern auch der Auferstandene bist
                                            und bleibst.

"Autobiographie in fünf Kapiteln":


I.
Ich gehe eine Straße lang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich falle hinein.
Ich bin verloren...Ich bin ohne Hpffnung.
Es ist nicht meine Schuld.
Es dauert endlos, wieder herauszukommen.
II.
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist eine tiefes Loch im Gehsteig.
Ich tue so, als sähe ich es nciht.
Ich falle wieder hineien.
Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Schuld.
Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.
III.
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
ich sehe es.
Ich falle immer noch hinein...aus Gewohnheit.
Meine Augen sind offen,.
Ich weiß, wo ich bin.
Es ist meine Schuld.
Ich komme sofort heraus.
IV.
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich gehe darum herum.
V.
Ich gehe eine andere Straße.

Lachen macht menschlich

Lachen ist menschlich
ur-menschlich
und macht menschlich

Lachen verbindet
vereint
verschwistert Jung und Alt                                                                                                                                                                     
und Groß und Klein
Rassen und Klassen
Stämme und Völker
hautnah und weltweit

ein Lächeln von Herzen
kommt an
heilt und wirkt Wunder
verwandelt
gestaltet
formt und entfaltet

Runzeln zum Schmunzeln
Harm zu Charme
Fremde zu Freunden
im Nu
geschenkt und narrensicher

miteinander lachen
bringt Leben und Freude
Lebensfreude
zeigt und zeugt und öffnet
für alle ein Stück Himmel

Klaus Jäkel, In: Pfarrbriefservice.de

Seit Aschermittwoch ist alles vorbei:
Die Masken wurden abgelegt,
die Kostüme eingemottet.
Aus Narren wurden wieder Herr X und Frau Y.

Am Aschermittwoch begann eine andere Zeit:
die Zeit der ungeschminkten Gesichter,
die Zeit des Innehaltens,
die Zeit der Wahrheit.

Nun nehme ich mir Zeit,
Ordnung zu schaffen
mich frei zu machen
von dem, was nicht taugt.

Nun nehme ich mir Zeit,
mich auf mich selbst zu besinnen.
Wo will ich hin?
Führt mein Weg noch zum Ziel?

Seit Aschermittwoch - alles vorbei?
Weit gefehlt!
Jetzt fängt es erst richtig an!

Gisela Baltes, www.impulstexte.de. In: Pfarrbriefservice.de