Bald ist Palmsonntag. Damit beginnt die Karwoche, die wichtigste Woche im Kirchenjahr. Wir denken an Jesus, der für uns gestorben und auferstanden ist. Mit ihm wollen wir durch diese Woche gehen:
Palmsonntag – wir feiern Jesus, der als König in Jerusalem eingezogen ist. Der Gottesdienst beginnt mit der Palmweihe. Zum Gottesdienst gehören Jubel und Leid, die Palmprozession und die Leidensgeschichte. Jesus ist ein besonderer König, der mit den Menschen geht.
Gründonnerstag – wir denken an das Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern gegessen hat. Er hat ihnen sich selbst in Brot und Wein gegeben. Er schenkt sich auch heute bei der Kommunion.
Karfreitag – ein trauriger Tag. Die Kirche ist ohne Schmuck. Wir denken an Jesus, der gestorben ist, um uns vom Tod zu befreien.
Osternacht – Jesus ist auferstanden. Deshalb feiern wir einen festlichen Gottesdienst.


Der Stein kam ins Rollen:    
- in jener Osternacht,
- an jenem Ostermorgen,
- an jenem Ostersonntag
und an vielen österlichen Tagen.
Die Botschaft bekam Beine:
- durch jene Osterfrauen,
- durch jenen Osterengel,
- durch jene Osterzeugen,
damals und heute.
Der Weg wuchs im Gehen:
- bei Maria von Magdala,
- bei Petrus und Johannes,
- bei den Jüngern von Emmaus,
mit jedem Schritt.
Der Funke sprang über:
- im Garten am Grab,
- beim Kohlenfeuer am See,
- im Obergemach in Jerusalem,
auch heute noch.
Der Freude wuchsen Flügel:
- in weinenden Augen,
- in trauernden Seelen,
- in enttäuschten Menschen.
Sie sahen und glaubten.
                                Paul Weismantel

 

Der nachfolgende Blog kommt aus der Bistums-Homepage, in der Andrea Sdhwarz zu den "Bloggern" gehört. Der nachfolgende Text ist in ihrer unvergleichlich lockeren und treffenden Weise sicherlich ein Gewinn für alle LeserInnen

Warum die Fastenzeit eigentlich „Österliche Bußzeit“ heißt …

Zugegeben, so recht kann sich die Bezeichnung „Österliche Bußzeit“ für die 40 Tage vor Ostern im Sprachgebrauch noch nicht durchsetzen. Das Beharrungsvermögen, bei dem Begriff „Fastenzeit“ zu bleiben, ist doch recht hoch – wie bei so manchen Dingen in unserem Leben. Aber diese beiden Begriffe können zu sehr unterschiedlichen Ideen führen, wie man diese Tage gestalten will und kann.
„Fastenzeit“ – da verzichtet man auf etwas. Manche auf Süßigkeiten, andere auf Alkohol, einige auf Plastikverpackungen, aufs Autofahren, aufs Handy … und je nachdem, wofür man sich heldenhaft entscheidet, quält man sich mehr oder weniger durch diese Tage bis Ostern durch.
Der Begriff „Österliche Bußzeit“ dagegen gibt ein „wozu“ an, auch für das, was man sich eventuell vornimmt. Damit wird klar: Es geht um Ostern. Und ganz knapp gesagt, da feiern wir den Sieg des Lebens über den Tod, wie Jesus Christus es uns vorgelebt hat. Damit wäre diese Zeit eigentlich so eine Art „Trainingslager“ für das Leben. Ich bin eingeladen, mich in Haltungen und Verhaltensweisen einzuüben, die dem Leben dienen. Und es geht nicht um ein Verzichten um des Verzichtens willen.
„Bußzeit“ – wo habe ich mich gegen das Leben versündigt? Was trennt mich vom Leben und Lebendig-Sein? Okay, wenn es wirklich das Stück Schokolade sein sollte, dann verzichten Sie darauf. Ich befürchte allerdings, dass es ganz andere Dinge sind …
Man kann die Frage aber auch anders herum stellen: Was macht mich lebendiger? Und dann könnte man das konsequent in diesen Tagen einüben. Das muss dann gar nicht quälend und schwer, sondern kann auch durchaus lustvoll sein. Und erzeugt außerdem ziemlich viel Kreativität, was man so alles machen könnte.
Eine Freundin hat sich in diesem Jahr vorgenommen, täglich eine halbe Stunde spazieren zu gehen, egal bei welchem Wetter – um das Leben und den Frühling zu spüren. Ein Bekannter will sich an jedem Tag von etwas trennen, etwas hergeben – ein Buch, eine CD, eine Tasse, eine Keramikfigur, um neuen „Raum“ in seinem Leben zu schaffen. Und Christine hat sich vorgenommen, diesmal täglich einen Psalm zu beten, ja, immer den gleichen, nämlich Psalm 91, um zu erfahren, wie das ist, wenn man von einem so alten und bewährten Gebet durch die Höhen und Tiefen des Alltags begleitet wird.
Was würde Sie denn lebendiger machen? Also wirklich „lebendiger“ – und nicht einfach nur „glücklicher“ oder „zufriedener“? Neugierig wäre ich ja schon, was Sie sich für dieses Jahr vorgenommen haben oder noch vornehmen werden. Auf jeden Fall: Ihnen ein gutes Zugehen auf Ostern hin!
PS: Ach so … dass die Sonntage nicht zur Fastenzeit gehören, spricht sich ja zum Glück allmählich auch herum. Und da nach christlich-jüdischem Verständnis der Sonntag bereits am Abend vorher beginnt – bei uns hier in Steinbild wird zum Beispiel der Sonntag schon am Samstag um 16.00 Uhr eingeläutet – können Sie dann erstmal für einen Tag Ihre Vorsätze vergessen, egal, wie hehr oder quälend oder lustvoll sie sind.

nimm Neues
in Blick

zeige und bereite
öffne und weite
- den Horizont

wäge und wage
entfalte und gestalte
- Leben

in jedem Augenblick
neu

„Seht her,
ich mache … Neues“
(Jes 43,19)

Klaus Jäkel in : Pfarrbriefservice.de

Ein Bild vom Frieden

Es war einmal ein König, der schrieb einen Preis im ganzen Land aus: Er lud alle Künstlerinnen und Künstler dazu ein, den Frieden zu malen und das beste Bild sollte eine hohe Belohnung bekommen.
Alle Malerinnen und Maler im Land machten sich eifrig an die Arbeit und brachten dem König ihre Bilder. Von allen Bildern, die gemalt wurden, gefielen dem König zwei am besten. Zwischen denen musste er sich nun entscheiden.
Das erste war ein perfektes Abbild eines ruhigen Sees. Im See spiegelten sich die malerischen Berge, die den See umrandeten und man konnte jede kleine Wolke im Wasser wiederfinden. Jeder, der das Bild sah, dachte sofort an den Frieden.
Das zweite Bild war ganz anders. Auch hier waren Berge zu sehen, aber diese waren zerklüftet, rau und kahl. Am düsteren grauen Himmel über den Bergen jagten sich wütende Wolkenberge und man konnte den Regen fallen sehen, den Blitz aufzucken und auch fast schon den Donner krachen hören. An einem der Berge stürzte ein tosender Wasserfall in die Tiefe, der Bäume, Geröll und kleine Tiere mit sich riss. Keiner, der dieses Bild sah, verstand, wieso es hier um Frieden gehen sollte.
Doch der König sah hinter dem Wasserfall einen winzigen Busch, der auf der zerklüfteten Felswand wuchs. In diesem kleinen Busch hatte ein Vogel sein Nest gebaut. Dort in dem wütenden Unwetter an diesem unwirtlichen Ort saß der Muttervogel auf seinem Nest – in perfektem Frieden.
Welches Bild gewann den Preis?
Der König wählte das zweite Bild und begründete das so: „Lasst Euch nicht von schönen Bildern in die Irre führen: Frieden braucht es nicht dort, wo es keine Probleme und keine Kämpfe gibt. Wirklicher Frieden bringt Hoffnung, und heißt vor allem, auch unter schwierigsten Umständen und größten Herausforderungen, ruhig und friedlich im eigenen Herzen zu bleiben.“

Feiern erlaubt

Es ist - auch 29 Jahre nach dem Geschehen- immemr noch ein Wunder, dass die Geschichte ohne Gewalt eine neue Seite aufschlug: das Fallen der Mauer, die deutsche EInheit, die scih bis heute zwar als ein mühsamer Prozess zeigt, aber doch voran kommt und immer noch ein Beispiel für weiterhin gespaltene Staaten ist, wie z.B. Korea. Hier ist zusammengekommen, was auch immer zusammengehört; das Wunder und die Arbeit daran, es wirklich wirksam werden zu lassen. Wenn etwas geschieht, womit wir nicht rechnen konnten, ist das immer der Auftakt zu einem weiteren Tun, das nach uns selbst, unserem Herzblut, unserem Einsatz ruft. Auch in der Kirche.

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